Ein Mann leidet unter Rückenschmerzen (Foto: Imago/Photocase)

Viele Muskel-Skelett-Erkrankungen im Saarland

  23.08.2018 | 11:11 Uhr

Muskel-Skelett-Erkrankungen wie etwa Rückenschmerzen sind der Krankenkasse Barmer zufolge die häufigste Ursache für eine Krankschreibung im Saarland. Das geht aus einer Auswertung des Barmer-Gesundheitsreports 2017 hervor. Auf Rang zwei folgten psychische Erkrankungen.

Nach der Untersuchung, bei der die Daten von rund 53.000 erwerbstätigen Saarländern ausgewertet wurden, fehlte im Durchschnitt jeder Beschäftigte 4,4 Tage wegen einer Muskel-Skelett-Erkrankung. Im Bundesdurchschnitt waren es dagegen nur 3,9 Tage. Die Landesgeschäftsführerin der Barmer in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, Dunja Kleis, sagte, wichtig für die Rückengesundheit seien häufige Belastungs- und Haltungswechsel am Arbeitsplatz und das richtige Maß an körperlicher Belastung. Auch der Abbau von Stress helfe, da psychische Faktoren Rückenschmerzen verstärken könnten.

Psychische Erkrankung auf Rang zwei

Nach der Barmer-Auswertung waren psychische Erkrankungen der zweithäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeiten im Saarland. So war 2017 jeder Beschäftigte im Durchschnitt 4,1 Tage wegen psychischer Erkrankungen arbeitsunfähig. Das Saarland liege damit im bundesweiten Vergleich auf dem ersten Platz. Im Bundesdurchschnitt fehlten Beschäftigte 3,4 Tage wegen psychischer Erkrankungen. Die häufigste Diagnose im Saarland war den Angaben zufolge eine Depression.

Video [aktueller bericht, 23.08.2018, ab Min. 10:57]
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Insgesamt blieben die saarländischen Berufstätigen wegen einer Krankschreibung öfter zu Hause als der Bundesdurchschnitt. Demnach meldeten sich 58 Prozent der saarländischen Beschäftigten und 54,9 Prozent aller Beschäftigten mindestens einmal im Jahr 2017 krank. Die Krankschreibung habe zudem im Saarland mit 16,5 Tagen durchschnittlich länger gedauert als im Bundesdurchschnitt – hier waren es 14,1 Tage.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau am 23.8.2018 berichtet.

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