Keine Spur von Eltern des getöteten Babys

dpa/red/T. Gerber   17.07.2013 | 08:40 Uhr

Drei Tage nach dem Fund eines offensichtlich getöteten Neugeborenen will die Polizei mit Plakaten nach den Eltern fahnden. Der Anfang der Woche in Kleinblittersdorf gefundene Säugling wurde vermutlich erwürgt oder erdrosselt.

Die Suche nach den Eltern des Anfang der Woche tot aufgefunden Säuglings hat noch keine heiße Spur ergeben. Das sagte Polizeisprecher Georg Himbert am Donnerstag. Die Polizei will jetzt mit Plakaten nach den Eltern fahnden. In Märkten rund um die Fundstelle in Kleinblittersdorf sollten daher Plakate mit Bildern von dem Geschirrtuch und zwei Plastiktüten ausgehängt werden, die bei der Leiche gefunden worden waren. Auch die Suche mit einem Spürhund aus Nordrhein-Westfalen habe laut Polizei keine Ergebnisse gebracht.

Ergebnisse des Obduktionsberichts

Bereits am Mittwoch sagte Polizeisprecher Himbert dem SR, dass das Baby mit hoher Wahrscheinlichkeit wenige Stunden nach der Geburt getötet worden sei. Demnach habe der kleine Junge nach seiner Geburt zunächst noch gelebt. An der Leiche des Neugeborenen seien schwere Verletzungen am Hals entdeckt worden.

Panorama
Totes Baby gefunden
In der Nähe eines Einkaufsmarktes in Kleinblittersdorf hat ein Passant am Dienstagvormittag einen toten Säugling gefunden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Am Mittwoch wird das Ergebnis der Obduktion erwartet.

Die Gerichtsmediziner gehen davon aus, dass der Junge am Samstag oder Sonntag zur Welt gekommen ist. Weil die Nabelschnur unprofessionell durchtrennt war, ist außerdem wahrscheinlich, dass das Kind nicht in einem Krankenhaus geboren wurde.

Polizei sucht weiter Zeugen

Ein Passant hatte den toten Säugling am Dienstagmorgen in einem Gebüsch in der Elsässer Straße gefunden, nahe des Rossmann-Drogeriemarktes. Der Säugling lag auf einer Nylontüte mit den Aufschrift „Papeterie Espace France Loisirs“ und „www.placemedia.com“. Der Körper war mit einer Einkaufstüte von Karstadt abgedeckt. Die Polizei sucht weiter nach Zeugen, die zwischen Montagabend und Dienstagmorgen 9.00 Uhr auffällige Fahrzeuge oder Personen in der Nähe beobachtet haben.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht im SR-Fernsehen am 17.07.2013 berichtet.

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