Hessen, Volkmarsen: Die Unfallstelle in Volkmarsen mit dem Auto, das in einen Karnevalsumzug gerast sein soll. (Foto: picture alliance/Uwe Zucchi/dpa)

Auto rast bei Kassel in Rosenmontagsumzug

  25.02.2020 | 11:15 Uhr

Im hessischen Volkmarsen ist ein Auto in einen Rosenmontagsumzug gefahren. 52 Menschen wurden verletzt, 35 davon schwer. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Beim Rosenmontagsumzug im nordhessischen Volksmarsen hat es einen schweren Zwischenfall gegeben. Wie mehrere lokale Medien berichten, sei ein Mercedes-Kombi in die Menge der Feiernden am Straßenrand gefahren. Dabei hat es mindestens 30 Verletzte gegeben, sieben davon schwer verletzt. Das sagte Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill am Montag bei einer Veranstaltung in Frankfurt am Main.

Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts

Der Fahrer fuhr nach Angaben des hessischen Innenministeriums am Montagnachmittag nach ersten Erkenntnissen mit "hoher Geschwindigkeit" in die Menschenmenge. "Aufgrund der Situation vor Ort kann ein Anschlag gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden", erklärte das Ministerium. Der festgenommene Fahrer des Wagens war demnach zunächst nicht vernehmungsfähig.

Der 29-Jährige zog sich laut Generalstaatsanwaltschaft selbst Verletzungen zu. Er solle dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, sobald sein Gesundheitszustand dies erlaube, erklärte die Behörde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Als Konsequenz wurden am Montag alle Rosenmontagsumzüge in Hessen abgebrochen. Das Polizeipräsidium Frankfurt bezeichnete die Absage der laufenden Umzüge als Vorsichtsmaßnahme.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 24.02.2020 berichtet.

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