Lebensmittel werden in der Ausgabestelle der Tafel einsortiert (Foto: picture alliance/Roland Weihrauch/dpa)

Hohe Kosten für Tafeln durch Coronapandemie

  29.12.2020 | 11:56 Uhr

Die Coronapandemie hat in diesem Jahr auch die Arbeit der Tafeln beeinflusst. Allein die erste Welle hat im Saarland zu Mehrkosten von rund 50.000 Euro geführt. Für 2021 rechnet der Landesverband der Tafeln damit, dass mehr Menschen ihre Hilfe in Anspruch nehmen werden.

Spendenbereitschaft für Tafeln gestiegen
Audio [SR 3, Lisa Krauser, 29.12.2020, Länge: 00:51 Min.]
Spendenbereitschaft für Tafeln gestiegen

Während der Coronapandemie haben die Tafeln nach Angaben des Landesverbandes ihre Warenabholungen und Lebensmittelausgaben umgestellt. Um die Bringdienste zu organisieren und die Hygienevorgaben umzusetzen, seien weitere Kosten entstanden.

Die Tafeln haben aber auch mehr Großspenden erhalten. Die Zahl der verteilten Spenden habe sich im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt.

Tafeln erwarten schwieriges Jahr 2021

Für 2021 erwarten die Tafeln, dass die Zahl ihrer Gäste steigen wird. Sie gehen von 15 bis 20 Prozent mehr Hilfesuchenden aus. Gleichzeitig befürchtet der Landesverband in Folge der Coronapandemie sinkende Spendeneinnahmen. Hintergrund seien die Rezession und die schwierige Lage der mittelständischen Unternehmen und der Kommunen wegen der Coronapandemie.  

Im Saarland versorgen die Tafeln derzeit an 15 Ausgabestandorten insgesamt rund 18.000 Menschen. Mehr als 800 Helfer leisten nach Verbandsangaben rund 22.000 Arbeitsstunden im Monat.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten am 29.12.2020 berichtet.

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