Ein Kadaversuchhund spürt ein totes Wildschwein auf (Foto: picture alliance/dpa | Sina Schuldt)

Jagdhund in Trier-Saarburg mit tödlichem Virus infiziert

  08.01.2022 | 10:04 Uhr

Im Kreis Trier-Saarburg ist ein Jagdhund an der Aujeszkischen Krankheit verstorben, einer für Hunde tödlichen Viruserkrankung. Hauptwirt für das Virus sind Wildschweine. Aktuelle Fälle bei Hunden sind im Saarland nicht bekannt, Antikörper gegen das Virus wurden vereinzelt aber auch in saarländischen Wildschweinproben nachgewiesen.

Bei einer Jagd im Kreis Trier-Saarburg hatte ein Hund Kontakt zu einem Wildschwein gehabt und sich dabei mit dem tödlichen Virus infiziert, teilte das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt in Koblenz am Donnerstag mit. Es sei der fünfte Hund in Rheinland-Pfalz seit 2017, der an der sogenannten Aujeszkyschen Krankheit gestorben sei. Zuvor war die Krankheit bei Jagdhunden in den Kreisen Kusel, Bernkastel-Wittlich, Neuwied und Rhein-Hunsrück nachgewiesen worden.

Für Menschen ungefährlich, für Hunde tödlich

Schweine gelten als die Hauptwirte dieses Herpesvirus. Für Menschen ist das Virus ungefährlich, Hunde sterben in der Regel aber wenige Tage nach dem Anzeigen der Symptome. Auch bei infizierten Hausschweinen ist die Todesrate hoch.

Im Saarland gibt es derzeit weder Verdachts- noch bestätigte Fälle der Aujeszkischen Krankheit bei Hunden, teilte das Umweltministerium auf SR-Anfrage mit. Allerdings seien vereinzelt bei einer stichprobenartigen Untersuchung von Wildschweinproben Antikörper gegen das Virus nachgewiesen worden. Insofern bestehe - wie überall in Deutschland - auch im Saarland eine gewisse Infektionsgefahr für Hunde bei direktem Wildschweinkontakt.

Kein rohes Wildschweinfleisch verfüttern

Das Umweltministerium rät deshalb dazu, insbesondere kein rohes Wildschweinfleisch an Hunde zu verfüttern. Und bei Jagdhunden sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht in direkten Kontakt mit Wildschweinen kommen.

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