Eine Mitarbeiterin mit Latexhandschuhen verpackt Lebensmittel für Bedürftige in der Tafel  (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Bodo Schackow)

Aufnahmestopp bei Tafeln in Homburg und St. Ingbert

  24.08.2022 | 18:01 Uhr

Die Tafeln in Homburg und St. Ingbert haben einen Aufnahmestopp für Neukunden verhängt. Die Anzahl hilfesuchender Menschen sei stark gestiegen. Gleichzeitig gingen die Warenspenden aber zurück. Auch die Saarbrücker Tafel nimmt aktuell keine Neukunden mehr an.

Nach der Saarbrücker Tafel hat nun auch die Tafel in Homburg mit ihren Ausgabestellen in Homburg und St. Ingbert einen Aufnahmestopp für Neukunden verhängt.

"Ware reicht nicht mehr"

Man bedauere diesen Schritt sehr, aber aufgrund der "enorm gestiegenen" Anzahl hilfesuchender Menschen und dem gleichzeitigen Rückgang von Warenspenden sehe man sich zu diesem Schritt gezwungen, sagte die erste Vorsitzende des Vereins Doris Lehmann im SR.

"Die Ware reicht nicht mehr, weil immer mehr Leute kommen", berichtet Lehmann. "Lebensmittel sind wesentlich teurer geworden, die Leute haben insgesamt weniger Geld für andere Ausgaben zur Verfügung." Nun sei die Politik gefordert. "Die Regelsätze der Sozialleistungen müssen erhöht werden."

"Wir können die Ehrenamtlichen nicht noch mehr belasten"
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 24.08.2022, Länge: 03:59 Min.]
"Wir können die Ehrenamtlichen nicht noch mehr belasten"

Ehrenamtliche am Limit

Ein weiterer Punkt: Auch die ehrenamtlichen Helfer der Tafel arbeiteten "am Limit", berichtet Lehmann. Man wolle sie nicht weiter an ihre Leistungsgrenze bringen.

Wie lange der Aufnahmestopp für Neukunden gilt, ist noch nicht klar. In Saarbrücken gilt derzeit ein Aufnahmestopp bis zum 15. September.

Über dieses Thema berichtet auch die Region am Nachmittag am 24.08.2022.

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