Symbolbild: Ein Krankenhausflur (Foto: imago images / snapshot)

Aufnahmestopp an Bliestalklinik verhängt

Thomas Gerber   30.03.2020 | 14:50 Uhr

In der Rehaklinik Blieskastel sind fünf Patienten und zwei Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies bestätigte die Klinikleitung auf SR-Anfrage. Verwaltungschef Thomas Schneider sagte, das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises habe inzwischen einen Aufnahmestopp verhängt.

Die derzeit noch knapp 300 Patienten sollen den Angaben zufolge innerhalb der nächsten zwei Wochen nach Hause entlassen werden. Vor der Entlassung würden sie in Kooperation mit der Uniklinik Homburg mit einem Schnelltest auf eine Coronainfektion hin untersucht. Im Übrigen blieben Besuche von außerhalb weiterhin verboten. In der Klinik selbst seien die Infektionsschutzvorkehrungen verschärft worden. Sämtliche Mitarbeiter müssten nunmehr Masken tragen.

Drei Patienten in andere Krankenhäuser zurückverlegt

Von den fünf positiv getesteten Patienten seien drei erst kürzlich aus Krankenhäusern in Saarbrücken und Koblenz nach Blieskastel gekommen. Die drei seien übers Wochenende in diese Krankenhäuser zurückverlegt worden. Dabei handelt es sich um das Klinikum Saarbrücken, die Klinik Sonnenberg und das Bundeswehrkrankenhaus Koblenz.

Die zwei noch verbliebenen Patienten befänden sich in ihren Einzelzimmern in Isolation. Sie zeigten jeweils nur milde Symptome wie leichtes Fieber. Bei der infizierten Mitarbeiterin handele es sich um eine Beschäftigte aus dem Bereich der Physiotherapie. Sie habe zuletzt keine Kontakte mehr zu Patienten gehabt. Der zweite positiv getestete Mitarbeiter arbeitete im Bereich Physiotherapie. Er ist laut Klinik schon seit längerem zuhause und ohne Kontakt zu Patienten.

Ein Corona-Fall in Orscholz

In den Reha-Kliniken St. Hedwig Illingen (ca. 130 Betten) und den Hochwaldkliniken Weiskirchen (ca. 400 Betten) gab es bisher noch keinen Coronafall. In der Orscholzer Rehaklinik Saarschleife der Johannesbadgruppe (ca. 500 Betten) gab es nach Auskunft des Trägers einen positiv getesteten Patienten. Er wurde zwischenzeitlich in ein Akutkrankenhaus zurückverlegt.

Zwei Mitarbeiter, die mit ihm Kontakt hatten, befänden sich in häuslicher Quarantäne. Auch für Orscholz gilt, dass gemäß einer Allgemeinverfügung die Klinik nach und nach durch Entlassungen frei gemacht werde. Sie könne dann als "Reserve" für Coronapatienten genutzt werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.03.2020 berichtet.

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