HTW-Hochhaus, Saarbrücken (Foto: Imago/Becker&Bredel)

HTW hebt Vertrag mit Mitarbeiter nach Hakenkreuzvorfall auf

  16.11.2021 | 19:21 Uhr

Nach einer Beschwerde durch Studierende hat sich die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes von einem Mitarbeiter getrennt. Er soll vor Studierenden mehrere Minuten den Startbildschirm seines Laptops gezeigt haben, auf dem ein Hakenkreuz aus Impfspritzen zu sehen gewesen sein soll.

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) hat sich offenbar in beiderseitigem Einvernehmen von einem Dozenten getrennt. Die Hochschule bestätigte dem SR einen entsprechenden Bericht der Saarbrücker Zeitung, wonach der Mitarbeiter vor Studierenden auf einer großen Anzeigetafel mehrere Minuten den Startbildschirm seines Laptops gezeigt hatte. Darauf war offenbar ein Hakenkreuz aus Impfspritzen zu sehen.

HTW reagiert auf Beschwerde

Mehrere Studierende hatten sich nach dem Vorfall am vergangenen Donnerstag an ihren Studiengangsleiter gewandt und sich über das Verhalten des Mitarbeiters beschwert. Die Hochschulleitung habe daraufhin mit dem Betreffenden gesprochen und sich mit ihm auf einen Aufhebungsvertrag geeinigt.

Er wurde freigestellt und gibt keine Kurse mehr. Zu der neuen Position des Mannes machte die HTW keine näheren Angaben. Am kommenden Donnerstag werden das Dekanat und die Hochschulleitung noch einmal mit den Studierenden des freigestellten Dozenten sprechen.

htw plant Strafanzeige

Der Vorfall hat für den Dozenten auch rechtliche Konsequenzen. Georg Maringer, Vizepräsident für Verwaltung und Wirtschaftsführung an der htw saar, schrieb bei Twitter, in Abstimmung mit dem Personalrat und der Fakultätsleitung sei in dem Fall eine klare Linie gezogen worden. „Zudem ist die Strafanzeige in Arbeit.“

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 16.11.2021 berichtet.

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