Auf Kappelt, Mettlach (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Bewährungsstrafen im Fall "Auf Kappelt" gefordert

Patrick Wiermer   19.09.2017 | 06:44 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat in der Affäre um die Flüchtlingsunterkünft in Saarhölzbach für Bewährungsstrafen und Geldauflagen für die drei Angeklagten plädiert. Das Urteil soll heute verkündet werden.

Bewährungsstrafen zwischen einem Jahr und acht Monaten sowie einem Jahr und neun Monaten hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken für die Angeklagten in der umstrittenen Immobilienaffäre rund um "Auf Kappelt" gefordert. Außerdem plädiert sie für Geldauflagen zwischen 5000 und 15.000 Euro. Sie sieht es als erwiesen an, dass es zu einer Vorteilsnahme und Vorteilsgewährung zwischen dem Mettlacher Ex-Bürgermeister Carsten Wiemann und seinen damaligen SPD-Parteigenossen Hans-Georg Stritter und Markus Rausch gekommen ist. Rausch soll zudem Gründungsschwindel betrieben haben.

Die Verteidiger plädieren hingegen auf Freispruch. Sie argumentieren unter anderem, dass die Angeklagten keinen Vorteil erlangt haben. Außerdem sei rechtlich unklar, ob es sich überhaupt um ein Korruptionsdelikt handelt. Das Urteil wird heute erwartet.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten am 18.9.2017 berichtet.

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