Matthias Maurer auf der ISS (Foto: ESA/Matthias Maurer)

"Dort angekommen, wo ich immer hinwollte"

  14.12.2021 | 16:06 Uhr

Genauso wie Maurers Start zur ISS hat auch seine erste Grußbotschaft speziell für Saarland etwas länger gedauert als erwartet. Nun ist sie angekommen. In ihr erzählt Maurer, was er auf der ISS am meisten genießt - und welche wichtige Botschaft er seinen Landsleuten mit auf den Weg gibt.

"Liebe Saarländerinnen und Saarländer, langer Atem zahlt sich immer aus. Obwohl ich länger warten musste als gedacht, bin ich jetzt dort angekommen, wo ich immer hinwollte", so beginnt die Grußbotschaft von ESA-Astronaut Matthias Maurer, die er speziell für seine Heimat, das Saarland, aufgenommen hat.

Dragon-Kapsel statt Saarbahn

Während andere mit dem Auto oder der Saarbahn zur Arbeit fahren würden, sei er mit einer Dragon-Kapsel von SpaceX zur Arbeit gedüst. "Das habe ich wirklich sehr genossen", so Maurer. Den Raumanzug hat er abgelegt, steht stattdessem mit grünem Poloshirt vor der Kamera. Oder vielmehr hat er sich mit den Füßen an einer Seitenwand der Raumstation festgeschnallt, damit er nicht genauso wie sein Mikro während der Aufnahme davon schwebt.

Grußbotschaft aus dem All
Video [SR.de, (c) SR, 14.12.2021, Länge: 03:32 Min.]
Grußbotschaft aus dem All

Die Botschaft wurde bereits wenige Tage nach Maurers Ankunft auf der ISS aufgenommen, hat aber nach Angaben eines Sprechers erst jetzt die Erde erreicht. Erst gab es ein technisches Problem - dann wurden die Übertragungskapazitäten von der ISS zur Erde für andere Inhalte benötigt.

Maurers Herzensanliegen

Die wichtigste Botschaft, die Maurer den Saarländerinnen und Saarländern mit auf den Weg gibt und die ihm sehr am Herzen liege, ist aber weiterhin aktuell: "Helft, aus unserem kleinen Saarland im Herzen von Europa eine wichtige Nachricht in die Welt zu bringen. Sagt den Menschen, dass es keine Grenzen gibt", so Maurer. "Dass wir alle verantwortlich sind für unsere gemeinsame Heimat und den Erhalt unseres kleinen Planeten."

Regelmäßige Nachrichten in den sozialen Medien

Auf diesen "kleinen Planeten" genießt er derzeit eine exklusive Aussicht, wie sie nur wenigen vergönnt ist. Maurer ist erst der zwölfte Deutsche überhaupt im Weltall.

Noch rund fünf Monate wird der 51-Jährige nach den aktuellen Planungen auf der ISS verbringen und dabei immer wieder von seiner Arbeit berichten, unter anderem in die sozialen Medien. "Ich würde mich vor allem sehr freuen, wenn die Familien mit ihren weltraumbegeisterten Kindern meine Mission verfolgen würden", so Maurer. "Bleibt mir treu. Ich denke an Euch. Ihr hört von mir."

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