Voll bepackt mit Pollen und Blütenstaub ist eine Biene im Anflug zu einer blühenden Sonnenblume (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Tag des Artenschutzes: Neue Maßnahmen im Saarland

Felicitas Fehrer   03.03.2018 | 12:17 Uhr

Heute ist der Welttag der freilebenden Tiere und Pflanzen, auch „internationaler Tag des Artenschutzes“. Anlässlich dazu betont Umweltminister Reinhold Jost, wie wichtig es ist, den Artenreichtum für die Zukunft zu bewahren. Eine neue Strategie des Umweltministeriums soll dabei helfen.

Anlässlich des internationalen Tages des Artenschutzes appelliert Umweltminister Reinhold Jost (SPD) an das Bewusstsein der Saarländer für die Umwelt, insbesondere die Erhaltung der Tier- und Pflanzenarten. Das Saarland sehe sich beim Thema Erhalt der Artenvielfalt in einer besonderen Verantwortung.

„Wir müssen alles daran setzen, unseren Artenreichtum für die Zukunft zu bewahren. Jedes Jahr sterben tausende Tier- und Pflanzenarten aus. Ob durch zu intensive Landbewirtschaftung, durch Luftverschmutzung oder durch klimatische Veränderungen. Die Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt ist eine Pflicht- und Daueraufgabe für Politik und Gesellschaft“, erklärte Jost.

Bienensterben

Die Bedrohung der Natur zeigt sich unter anderem im Insektensterben. Eine Studie aus dem vergangenen Jahr hat gezeigt, dass der Lebensraum für Bienen und andere Insekten immer kleiner wird. „Der starke qualitative wie quantitative Rückgang der Insekten ist mehr als alarmierend. Er wird negative Auswirkungen auf unsere Ökosysteme haben, wie wir sie bisher noch nicht kannten“, betonte Jost. Jeder Bürger könne dagegen etwas tun, zum Beispiel statt eines Rasens eine Blumenwiese pflanzen.

Schutzmaßnahmen

Um den saarländischen Artenreichtum auch für die Zukunft zu bewahren, hat das Umweltministerium gemeinsam mit Umweltverbänden und Organisationen eine Biodiversitätsstrategie erarbeitet. Diese umfasst ein Fachkonzept sowie Ziele und Maßnahmen, die laut Jost zu einem Großteil bereits in den letzten Jahren in Angriff genommen wurden. Dazu gehören die Sicherung der Natura 2000-Schutzgebiete, eine ganze Reihe von Renaturierungsprojekten, die Förderung des Ökolandbaus, ein Blühflächenprogramm und Bildungsprojekte.

Zusätzlich soll in den nächsten zwei Jahren eine neue Rote Liste der gefährdeten und bedrohten Tiere und Pflanzen im Saarland erstellt werden. Weitere wirkungsvolle Maßnahmen folgen laut Jost in den nächsten Jahren.

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