Regler eines Heizkörpers auf Null-Stellung (Foto: dpa)

Armutskonferenz kritisiert Heizkosten-Richtwerte

  21.07.2019 | 16:26 Uhr

Die Saarländische Armutskonferenz will gegen die neuen Richtwerte für Heizkosten für Hartz-IV-Bezieher vorgehen. Nach den Worten des Vorsitzenden Wolfgang Edlinger stellen diese das Recht auf eine menschenwürdige Wohnung infrage.

Weil die zugezahlten Heizkosten nicht ausreichten, würden im kommenden Winter voraussichtlich viele Wohnungen kalt bleiben. Das sei ein Risiko für die Gesundheit.

Ohnehin müssen den Angaben zufolge im Regionalverband Saarbrücken rund 2.300 Menschen aus ihren Hartz-IV-Leistungen zur Miete zuzahlen. Grund dafür sei die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt. Das sei jedoch nicht mit geltendem Recht vereinbar. Das Jobcenter müsse die vollen Kosten der Wohnung übernehmen.

Um Verbesserungen zu errreichen, plant die Saarländische Armutskonferenz eine Petition an den saarländischen Landtag. Außerdem ist eine Internetpetition geplant.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 21.07.2019 berichtet.

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