Ein Landwirt eggt mit einem Traktor ein staubtrockenes Feld. (Foto: picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa)

Saarland im April wärmstes Bundesland

  29.04.2020 | 15:59 Uhr

Das Saarland war im April 2020 das wärmste Bundesland. Gleichzeitig konnten sich die Saarländer über viel Sonne freuen. Bundesweit war der Monat der dritttrockenste April seit 1881.

Mit einem Temperaturdurchschnitt von 12,1 Grad Celsius war das Saarland laut Deutschem Wetterdienst (DWD) im April das wärmste Bundesland. Zwischen dem 7. und 11. April wurden in Saarbrücken-Burbach täglich 25 Grad Celsius gemessen. Bundesweit kletterte das Thermometer im Schnitt nur auf 10,5 Grad Celsius und damit trotzdem rund 3,1 Grad höher als in der langjährigen internationalen Vergleichsperiode von 1961-1990.

Passend zu den warmen Temperaturen konnten sich die Saarländer im April über viel Sonnenschein freuen. Die Sonne schien rund 295 Stunden und damit rund 140 Stunden mehr als im mehrjährigen internationalen Vergleich. Das Saarland lag damit knapp über dem Bundesschnitt von 294 Sonnenstunden.

Dritttrockenster April seit 1881

Bundesweit war der April 2020 deutlich zu trocken. Es gab im Schnitt nur 17 Liter pro Quadratmeter Niederschlag statt den zu erwartenden 58 l/m². Trockener waren lediglich der April im Jahr 1893 und im Jahr 2007.

Zwar war das Saarland im Bundesvergleich auch das zweitniederschlagsreichste Bundesland, insgesamt war es im April allerdings auch hier deutlich zu trocken. So regnete es nur rund 20 Liter pro Quadratmeter. Normalerweise werden in diesem Monat rund 64 Liter Niederschlag pro Quadratmeter erwartet.

Die Feuerwehr St. Ingbert warnte deshalb Mitte April vor Wald- und Wiesenbränden. In den vergangenen Wochen hatte es bereits mehrere Waldbrände gegeben, unter anderem in einem Waldgebiet in Nohfelden, in einem Waldstück bei St. Ingbert und entlang der A 623.

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