Reha-Klinik St. Hedwig in Illingen (Archivbild) (Foto: SR)

Anzeige gegen Reha-Klinik wegen Körperverletzung

Steffani Balle / Onlinefassung: Axel Wagner   12.02.2021 | 07:12 Uhr

Ein Mann aus Hemmersdorf bei Rehlingen-Siersburg hat die Leitung der Reha-Klinik St. Hedwig in Illingen wegen Körperverletzung angezeigt. Er wirft der Klinik vor, seine Mutter habe sich während ihres Aufenthalts dort Anfang Februar in einem Bereich, der eigentlich abgesperrt sein sollte, mit dem Coronavirus infiziert. Die Klinik widerspricht der Darstellung.

Vorwurf gegen Reha-Klinik wegen Corona-Infektion
Audio [SR 3, Steffani Balle, 12.02.2021, Länge: 03:05 Min.]
Vorwurf gegen Reha-Klinik wegen Corona-Infektion

Nach dem Krankenhausaufenthalt nach einem Schlaganfall sollte sich die 87-jährige Frau in der Reha-Klinik St. Hedwig erholen. Nach Auskunft des Sohnes habe sich die alte Dame aus ihrem Zimmer in den abgetrennten Bereich begeben können, der eigentlich wegen eines Corona- Ausbruchs gesperrt sein sollte.

Klinik weist Vorwurf zurück

Dort habe sie sich mit dem Coronavirus infiziert. Das wäre vermeidbar gewesen, wenn das Personal seine Fürsorgepflicht erfüllt hätte, wirft der Sohn der Klinik vor – und erstattete online Anzeige wegen Körperverletzung.

Die Trägergesellschaft CTT weist den Vorwurf zurück. Diese Darstellung entspreche nicht der Wahrheit, teilt sie schriftlich mit. Das Hygienekonzept der Klinik sei mit dem Gesundheitsamt Neunkirchen abgestimmt. Erst kürzlich habe sich das Amt vor Ort darüber informiert und keinerlei Beanstandung gehabt. Zum angesprochenen Einzelfall könne sie sich nicht näher äußern, aus Datenschutzgründen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 12.02.2021 berichtet.

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