Ein leeres Klassenzimmer (Foto: dpa/Sven Hoppe)

Mehr Quarantänefälle an Saar-Schulen

Anne Staut   24.01.2022 | 16:56 Uhr

Die Zahl der Quarantänefälle an saarländischen Schulen ist erneut gestiegen. Derzeit sind nach Ministeriumsangaben rund 4500 Schüler und 140 Lehrer in Quarantäne. Anfang vergangener Woche waren noch rund 2500 Schüler in Quarantäne.

An den 317 Schulen im Saarland sind nach Angaben des Bildungsministeriums derzeit insgesamt 4498 Schülerinnen und Schüler sowie 140 Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne. Das entspricht 3,84 Prozent der Schüler und 1,40 Prozent der Lehrkräfte. Insgesamt 1725 Schüler und 120 Lehrkräfte wurden positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet

Im Vergleich zum Beginn der vergangenen Woche hat sich die Zahl der Schüler in Quarantäne damit fast verdoppelt – damals galten noch für 2506 Schülerinnen und Schüler Quarantänanordnungen.

Grundschulen besonders betroffen

Die meisten Quarantänefälle gibt es derzeit an den Grundschulen. Dort gilt die Quarantäne für insgesamt 1788 Schüler und 64 Lehrkräfte.

Etwas besser sieht es an den Gemeinschaftsschulen und Gymnasien aus. Hier sind 1217 Schüler und 34 Lehrkräfte beziehungsweise 1047 Schüler und 14 Lehrer betroffen.

Die wenigsten Fälle gibt es derzeit an den Förderschulen. Dort sind 135 Personen, davon 120 Schüler und 15 Lehrkräfte, betroffen.

Schüler lernen über Bildungsplattform

Bei einer Quarantäneanordnung durch die Gesundheitsämter wird nach Angaben des Ministeriums von zuhause aus gelernt. Die Materialien dafür werden über Onlineplattformen zur Verfügung gestellt. Die Lehrer seien zudem angehalten, den Schülerinnen und Schülern regelmäßig Rückmeldung zu ihren Arbeitsergebnissen zu geben.

Flächendeckende Schulschließungen soll es laut Ministerium aber nicht mehr geben. Die seien nach dem geänderten Bundesinfektionsschutzgesetz nicht mehr zulässig. Masken, Tests und Lüften seien bewährte und wirksame Instrumente, die an den Schulen konsequent umgesetzt würden. Sollten Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen angepasst werden müssen, werde das geschehen.

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