Eine Hand hält mehere Euro-Scheine (Foto: pixabay/moerschy)

Unbekannter spendet 100.000 Euro für Kulturszene

  29.12.2020 | 11:30 Uhr

Die Kulturszene leidet unter der Coronapandemie. Um sie zu unterstützen, hat ein anonymer Spender deshalb nun der Landesarbeitsgemeinschaft Pro Ehrenamt 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das Geld soll einzelnen Kulturschaffenden, aber auch Vereinen zugutekommen.

Ob Musiker, Tänzer oder Schausteller: Die Coronapandemie stellt die Kulturszene vor große finanzielle Probleme. Vor allem für Solo-Selbstständige sei die Situation sehr schwierig, sagte der Präsident der Landesarbeitsgemeinschaft Pro Ehrenamt Hans Joachim Müller dem SR. Da in diesem Jahr weniger Auftritte möglich waren, wüssten diese Künstler oft nicht, wie sie sich noch über Wasser halten sollten.

Mit dem gespendeten Geld will Pro Ehrenamt diese Künstler, aber auch Vereine und Personen aus dem Kulturbereich unterstützen, die durch die Coronapandemie in Not geraten sind. Sie sollen bis zu 5000 Euro, mindestens jedoch 500 Euro Überbrückungshilfe erhalten können.

Bewerbungen bis zum 15. Januar

Um die Hilfe zu bekommen, müssen mehrere Kriterien erfüllt sein. Unter anderem muss der Künstler nachweisen, "dass das auch wirklich eine Qualität hat, was er, wo auch immer in der Kunst, tut", so Müller. Die Begründung, warum derjenige eine Förderung erhalten sollte, müsse stichhaltig sein. Außerdem sei es auch wichtig, wie sich die Künstlerinnen und Künstler, die Künstlergruppe oder auch der Verein bislang in der Öffentlichkeit präsentiert habe.

Bis zum 15. Januar können sich Kulturschaffende für die Förderung bewerben. Das entsprechende Antragsformular ist auf der Website pro-ehrenamt.de verfügbar. Je nachdem wie viele Bewerbungen eintreffen, kann es sein, dass es auch noch zu einem zweiten oder dritten Meldetermin kommen wird. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Anträge.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "Der Morgen" auf SR 2 KulturRadio berichtet.

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