Filmausschnitt: Stop Zemlia (Foto: picture alliance / Everett Collection | Courtesy Everett Collection)

Anmeldung für Schulkinowoche im Saarland gestartet

  18.09.2022 | 12:40 Uhr

Im vergangenen Jahr feierte die Schulkinowoche im Saarland 20-jähriges Bestehen, jetzt laufen die Anmeldungen für die 21. Auflage. Vom 14. bis 18. November öffnen 17 saarländische Filmtheater ihre Säle, um Schülerinnen und Schülern ein hochwertiges, unterrichtsbezogenes Filmprogramm mit insgesamt 61 Filmen anzubieten.

„Bei der Schulkinowoche werden Kinosäle zu Unterrichtsorten“, sagte Kultusministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). Die ausgewählten Filme knüpften an die Lehrpläne an und böten so Möglichkeiten, sich im Kino gemeinsam kulturellen, historischen, gesellschaftlichen und ökologischen Themen zu nähern und diese zu diskutieren.

Ohne Anklage in Guantanamo

Eröffnet wird die Schulkinowoche am Montag, 14. November, um 10.00 Uhr im Cinestar Saarbrücken mit dem Film „Rabiye Kurnaz vs. George W. Bush“ für die Klassenstufen 9 bis 13. Das Drama erzählt die Geschichte der Bremer Hausfrau Rabiye Kurnaz, deren Sohn Murat Anfang der 2000er Jahre von den USA ohne Anklage in Guantanamo inhaftiert wurde. Im Anschluss an den Film ist ein Austausch zwischen den Schülern und dem Rechtsanwalt Bernhard Docke geplant, der Kurnaz damals vertreten hatte.

Jugend in der Ukraine

Ein besonderer Höhepunkt ist auch „Stop-Zemlia“, ein Film über das Aufwachsen in der Ukraine – vor der Invasion Russlands. Das 2021 entstandene Langfilm-Debüt von Kateryna Gornostai dreht sich um die 16-jährige Mascha, die kurz vor ihrem Schulabschluss in Kiew steht. Die jugendliche Ukrainerin, die in ihren unnahbaren Mitschüler Sasha verliebt ist, bewegt sich im verwirrenden Stadium zwischen Kindheit und Erwachsensein. Begleitet werden die mitunter träumerischen Szenen punktuell von unaufdringlicher Elektro-Musik.  

Zum weiteren Filmangebot der Schulkinowoche im Saarland gehören unter anderem der Disney Pixar-Film „Alles steht Kopf“, die Romanverfilmung „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, das Oscar-prämierte Filmdrama „Belfast“ von Kenneth Branagh über den Nordirlandkonflikt und der Studio Ghibli-Klassiker „Chihiros Reise ins Zauberland“.

Anmeldung über Onlineformular

Der Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“ porträtiert Politikerinnen der Bonner Republik, die sich gegen erfolgsbesessene Männer durchsetzen müssen. Klassiker der deutschen Literatur sind mit Heinrich Manns „Der Untertan“ in der Verfilmung von 1951 und dem Antikriegsfilm „Im Westen nichts Neues“ von 1930 nach dem gleichnamigen Roman von Erich Maria Remarque vertreten.

Das gesamte Programm der Schulkinowoche im Saarland ist online unter www.schulkino-saarland.de abrufbar. Anmeldungen sind über ein Onlineformular auf der Seite oder telefonisch unter 06897-9399907 möglich.

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