Akten mit der Statue der römischen Göttin Justitia, dem Symbol für die Rechtsprechung. (Foto: picture alliance / dpa | Volker Hartmann)

Anklage wegen Mordes nach Schuss auf Tankstellenmitarbeiter

Jonathan Janoschka   25.01.2022 | 11:47 Uhr

In Bad Kreuznach hat die Staatsanwaltschaft einen 49-Jährigen wegen Mordes angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, im September 2021 einen Tankstellenmitarbeiter in Idar-Oberstein erschossen zu haben. Der 20-Jährige hatte ihn zuvor auf die Pflicht hingewiesen, in der Tankstelle eine Maske zu tragen.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat Anklage wegen Mordes gegen einen 49-Jährigen erhoben. Der Mann soll Mitte September einen 20-jährigen Tankstellenmitarbeiter in Idar-Oberstein erschossen haben.

Der Angeklagte wollte ohne Maske einkaufen, das spätere Opfer forderte ihn auf, eine Maske zu tragen - so wie es die geltenden Regeln vorschrieben. Nach kurzer Diskussion verließ der 49-Jährige die Tankstelle, kam aber laut Staatsanwaltschaft später wieder - diesmal mit Maske.

Ärger über Corona-Maßnahmen als Tatmotiv

Die soll er aber an der Kasse demonstrativ heruntergezogen haben, es kam erneut zu einem Wortwechsel mit dem 20-Jährigen. Dabei soll der Angeklagte einen Revolver gezogen und den tödlichen Schuss auf den jungen Mann abgegeben haben. Anschließend flüchtete er zu Fuß.

Mit Bildern einer Überwachungskamera wurde nach dem Schützen gefahndet, am Tag nach der Tat stellte er sich der Polizei und räumte die Tat in einer Vernehmung ein. Dabei begründete er den tödlichen Schuss mit seiner Ablehnung der Corona-Maßnahmen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 25.01.2022 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja