Das Strafgesetzbuch liegt auf einer Akte. (Foto: picture alliance / Marcel Kusch/dpa)

Mordanklage nach Schüssen auf offener Straße

  08.04.2019 | 15:41 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat eine 57-Jährige wegen heimtückischen Mordes angeklagt. Die Frau soll in Püttlingen-Köllerbach im Februar ihren früheren Lebensgefährten erschossen haben.

Den Ermittlungen zufolge soll die Frau am 7. Februar dem Opfer vor dessen Praxis aufgelauert haben. Als der 46-Jährige die Praxis verlassen hat, soll die Angeschuldigte den Mann angesprochen und vier Schüsse auf das wehrlose Opfer abgegeben haben, um ihn zu töten. Der Mann starb an den Schussverletzungen.

Die 57-Jährige ließ sich nach Behördenangaben noch am Tatort widerstandslos festnehmen. Sie befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Zum Tatvorwurf habe sich die Angeschuldigte nicht offiziell geäußert. Allerdings habe sie die Tat gesprächsweise gegenüber mehreren Polizeibeamten eingeräumt, so die Staatsanwaltschaft.

Die Frau und das Opfer waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis zur Trennung im Jahr 2012 geraume Zeit miteinander liiert. Die Tatwaffe habe die Angeschuldigte als Mitglied eines Schützenvereins legal besessen.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 08.04.2019 berichtet.

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