Eine Brutwabe (Foto: SR)

Bienenvolk von „Amerikanischer Faulbrut“ befallen

  17.06.2022 | 17:54 Uhr

Bei einem Bienenvolk in Saarbrücken ist die „Amerikanische Faulbrut“ nachgewiesen worden. Die Bienenseuche ist für erwachsene Bienen und Menschen ungefährlich. Die Brut wird hingegen durch den Erreger komplett zersetzt und hinterlässt eine schleimige Masse.

Nach Informationen des saarländischen Umweltministeriums hat das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) am 10. Juni bei einem Bienenvolk eines Saarbrücker Hobbyimkers die „Amerikanische Faulbrut“ festgestellt.

Über kontaminierten Honig oder Waben gelangt der Erreger der Faulbrut, das Bakterium Paenibacillus larvae larvae, in den Bienenstock und wird über Körperkontakt und Futteraustausch verbreitet.

Brut wird zersetzt

Den erwachsenen Bienen oder dem Menschen schadet der Erreger nicht. Er befällt ausschließlich den Nachwuchs der Bienen. Die Brut wird dabei komplett zersetzt, zurück bleibt eine schleimige Masse.

Laut Umweltministerium ist der Imkerverband informiert und ein Sperrgebiet von zwei Kilometern im Umkreis um die betroffene Hobbybienenhaltung eingerichtet worden.

Benachbarte Völker werden untersucht

Innerhalb dieses Radius habe das Landesamt bereits begonnen, alle 19 gemeldeten Bienenbestände und Bienenvölker klinisch auf den Erreger zu untersuchen. Außerdem würden gegebenenfalls Futterproben entnommen und zur Untersuchung an das amtliche Labor gegeben.

Ministerium ruft zur Beobachtung auf

Bei der Behandlung der "Amerikanischen Faulbrut" wird laut Umweltministerium das infizierte Bienenvolk nicht getötet, sondern mit dem so genannten Kunstschwarmverfahren behandelt. Frühestens zwei, jedoch spätestens neun Monate nach der Sanierung wird untersucht, ob die Maßnahmen erfolgreich waren.

Das Ministerium und das LAV rufen alle Bienenbesitzer im Saarland dazu auf, ihre Bestände genau zu beobachten und Auffälligkeiten dem Landesamt zu melden.

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