Polizist mit Atemalkohol-Messgerät zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit eines Autofahrers. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Bewährungsstrafe für betrunkenen Schulbusfahrer

mit Informationen der dpa   14.05.2019 | 15:59 Uhr

Wegen Trunkenheit im Verkehr ist ein Schulbusfahrer am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Zudem ist er seinen Führerschein für die nächsten Jahre erst einmal los.

Das Amtsgericht Saarburg sah es als erwiesen an, dass der Mann im November vergangenen Jahres in alkoholisiertem Zustand Kinder im Bus befördert hatte. Ein Atemalkoholtest vor Ort hatte 3,4 Promille bei dem damals 56-Jährigen ergeben, ein späterer Bluttest ergab einen Wert von 2,5 Promille.

Führerschein frühestens in dreieinhalb Jahren

Der Busfahrer, der nach Angaben eines Gerichtssprechers nicht zu der Gerichtsverhandlung erschienen war, wurde per Strafbefehl verurteilt. Er muss auch 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten. Frühestens in dreieinhalb Jahren könnte ihm ein neuer Führerschein erteilt werden, sofern er die Voraussetzungen dafür erfüllt.

Vor der Polizeikontrolle hatte der Busfahrer Kinder zu verschiedenen Schulen in der Verbandsgemeinde gefahren. Eine Zeugin hatte die Polizei alarmiert, weil sie den Eindruck hatte, der Mann stehe unter Alkoholeinfluss. Der Führerschein wurde dem Mann sofort abgenommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Mann hat zwei Wochen Zeit, um Einspruch zu erheben.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 14.05.2019 berichtet.