Menschen verschiedener Herkunft stehen zusammen (Foto: imago images/Westend61)

Mit Plakaten gegen Rassismus

mit Informationen von Jürgen Rinner   21.03.2021 | 16:30 Uhr

Rund 70 Personen haben am Sonntag in Saarbrücken gegen rassistische Diskriminierung und Hetze demonstriert. Vor der Saarbrücker Europa-Galerie sollte damit ein Zeichen für eine solidarische Gesellschaft gesetzt werden. Die Saar-Grünen fordern anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus einen Aktionsplan.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus zu dem Aktionstag eingeladen. Bundesweit finden vom 15. bis zum 28. März Veranstaltungen unter dem Motto "Solidarität. Grenzenlos." statt. In Saarbrücken präsentierten die teilnehmenden Akteure am Sonntagmittag jeweils ein Straßenposter zum diesjährigen Motto.

Video [aktueller bericht am Sonntag, 21.03.2021, Länge: 2:27 Min.]
Demo gegen Rassismus in Saarbrücken

Mit dabei waren laut GEW unter anderem die Seebrücke-Saar, das Netzwerk für Demokratie und Courage, Omas gegen Rechts, das Ramesch Forum für Interkulturelle Begegnung, das Antidiskriminierungsforum Saar, Vertreter der Linken, DIE PARTEI Saar und der DGB Bezirk West Landesbüro Saar.

Die Teilnehmer betonten, dass Rassismus ein in Gesellschaft und staatlichen Institutionen weit verbreitetes Phänomen sei, das bekämpft werden müsse. Besonders wichtig sei dabei der Bereich Erziehung in Schulen.

Aktionsplan gegen Rassismus gefordert

Die Saar-Grünen fordern unterdessen von der Landesregierung einen Aktionsplan gegen Rassismus zu erarbeiten. Die Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich alle politischen Ebenen von der Kommunal- bis zur Bundespolitik widmen müssten, so die Grünen-Landeschefin Tina Schöpfer.

Zentrale Aufgabe müsse es sein, rechtsextreme und rassistische Straftaten wirksam zu bekämpfen, Rassismus und Diskriminierung zu stoppen und Viefalt und Teilhabe zu fördern. Die Grünen fordern auch, der bundesweiten "Koalition gegen Diskriminierung" beizutreten. Die Teilnehmer verpflichten sich, dem Diskriminierungsschutzgesetz größere Aufmerksamkeit zu schenken.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 21.03.2021 berichtet.

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