Stimmkarten vor einem AfD-Logo (Foto: picture alliance/Ralf Hirschberger/dpa)

Niederlage für AfD-Vorsitzenden Dörr

Thomas Gerber   18.11.2019 | 06:46 Uhr

In der Auseinandersetzung mit parteiinternen Kritikern seines Führungsstils hat der AfD-Landesvorsitzende Josef Dörr eine Niederlage einstecken müssen. Das Landesschiedsgericht der AfD-Bayern hat jetzt den Parteiausschluss eines Mitglieds abgelehnt und übte zudem Kritik an Dörr.

Das Landesschiedsgericht der AfD-Bayern hat den von Josef Dörr und dem Landesvorstand beantragten Parteiausschluss des früheren Püttlinger AfD-Stadtratsmitglieds Kai Melling abgelehnt. Melling sei kein parteischädigendes Verhalten nachzuweisen.

Das Schiedsgericht übte in seiner Urteilsbegründung nach SR-Informationen zudem heftige Kritik an Dörr und äußerte den Verdacht der Vetternwirtschaft bei der Aufnahme von Neumitgliedern. Durch Famlienbande wolle sich Dörr offenbar Mehrheiten schaffen.

Melling und Wirth sind Kritiker Dörrs

Melling bezeichnete das Urteil als Anfang eines Prozesses, an dessen Ende eine AfD Saar stehen werde, in der Mitbestimmung und Transparenz herrschten. Melling ist Mitarbeiter des Saarbrücker AfD-Bundestagsabgeordneten Christian Wirth, der als einer der heftigsten parteiinternen Kritiker des sogenannten "Systems Dörr" gilt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 18.11.2019 berichtet.

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