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Staatsanwaltschaft prüft Untreueverdacht beim ADAC

Stefan Hauch   23.06.2020 | 19:54 Uhr

Vor der Mitgliederversammlung des ADAC Saarland am Mittwoch haben zwei Vorstandsmitglieder angekündigt, nicht mehr für ihre Ämter zur Verfügung zu stehen. Auch ein Kassenprüfer gibt sein Amt ab. Hintergrund sind interne Diskussionen über den Rallye-WM-Lauf im Saarland.

Eine eigens gegründete Tochtergesellschaft in der Rechtsform einer GmbH organisiert die Rallye-Großveranstaltung mit einem Etat von geschätzten 3,5 Millionen Euro. Innerhalb von vier Jahren sind bei dieser Tochter, der SFW GmbH, Verluste von rund 450.000 Euro aufgelaufen. Diese Verluste wurden vom Gesamtverein ADAC Saarland übernommen. Das sei vertraglich so vereinbart, erklärte der ADAC auf Nachfrage gegenüber dem Saarländischen Rundfunk.

Video [aktueller bericht, 23.06.2020, ab Minute: 13:56]
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Warnung vor Insolvenz-Risiko

Zwei Vorstände und der Noch-Kassenprüfer sehen das anders. Für sie sind die vertraglichen Verflechtungen zwischen GmbH und Gesamtverein problematisch - mit dem Risiko einer Insolvenz.

Auf der Mitgliederversammlung am Mittwoch will die Führung des Automobilclubs Details erläutern. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken prüft, ob ein Anfangsverdacht der Untreue oder Insolvenzverschleppung gegeben ist.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht vom 23.06.2020 berichtet.

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