Nachbildung der Justitia neben einem Aktenstapel (Foto: dpa Bildfunk)

Anklage wirft dutzendfachen Abrechnungsbetrug vor

Gabor Filipp   26.11.2019 | 14:06 Uhr

Weil es private Krankenkassen um einen fünfstelligen Betrag gebracht haben soll, muss sich ein Ehepaar vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten. Die Anklage lautet auf gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrug.

Zu Prozessbeginn am Dienstagmorgen saß nur der Mann auf der Anklagebank. Die Frau hatte sich krankgemeldet, ihr Verfahren wurde abgetrennt. Der 45-Jährige wird beschuldigt, mehrere private Krankenversicherungen um eine fünfstellige Summe betrogen zu haben. Dabei soll ein Heilpraktiker Rechnungen für nicht erbrachte Leistungen geschrieben haben. Die von den Versicherungen erstatteten Beträge wurden danach von den Beteiligten geteilt.

Erstattungen selbst eingesteckt

Außerdem - so eine weitere Beschuldigung - sollen sich das Ehepaar und seine drei Kinder als Privatpatienten von Ärzten und Physiotherapeuten behandeln gelassen haben, ohne diese für ihre Leistungen zu bezahlen. Die Erstattungsbeträge der Krankenkassen steckten sie selbst ein. Auch hierbei wurde ein fünfstelliger Schaden errechnet.

Der Angeklagte will ein Geständnis ablegen und seinen Teil der Schadenswiedergutmachung bezahlen. Unter dieser Voraussetzung gilt dann ein Deal, wonach das Strafmaß auf maximal zwei Jahre zur Bewährung lauten wird.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 26.11.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja