Eine Lehrerin mit FFP2-Maske unterrichtet in einer ersten Klasse an einer Grundschule mit Wechselunterricht (Foto: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow)

Grenzwerte unterschritten - Lockerungen in Sicht

Kristin Luckhardt   06.05.2021 | 14:03 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenzen sind im Saarland deutlich gesunken. Wenn sich die Tendenz fortsetzt, könnte es ab Montag wieder erste Lockerungen geben.

Die Schulen im Regionalverband Saarbrücken bereiten sich derzeit darauf vor, dass sie möglicherweise am kommenden Montag (10.5.) wieder öffnen dürfen. Dafür spricht vieles.

Kollegengespräch mit Kristin Luckardt
Audio [SR 1, Kristin Luckhardt, 07.05.2021, Länge: 01:59 Min.]
Kollegengespräch mit Kristin Luckardt

Denn die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Regionalverband seit Montag (3.5.) konstant unter 165. Die Werte sind zudem von Tag zu Tag gesunken. Hält dieser Trend an, können die Schulen am Montag wieder vom reinen Distanz- in den Wechselunterricht gehen.

Bald wieder Terminshopping?

Auch die Schwelle von 150 hat der Regionalverband inzwischen deutlich unterschritten. Frühestens ab Mittwoch könnten, wenn die Inzidenz weiter unter 150 liegt, die Geschäfte wieder von Click-and-Collect auf Click-and-Meet umstellen. Dann wäre also wieder Terminshopping möglich.

In Neunkirchen wäre das bei weiter konstanten Inzidenzen bereits am Montag erlaubt.

Zwei Kreise mit Werten unter 100

Für die Landkreise St. Wendel und Merzig-Wadern hat das RKI am Donnerstag (6.5.) erstmals wieder Werte unter 100 gemeldet. Bleiben die Inzidenzen unter 100, träte dort die Bundesnotbremse am 13. Mai wieder außer Kraft.

Dann würde wieder alleine das Saarlandmodell gelten - und zwar zunächst die "gelbe Stufe". Wieder öffnen dürften zum Beispiel Geschäfte, Außengastronomie, Theater und Kinos – allerdings verbunden mit der ausgeweiteten Testpflicht.

Alle Lockerungen passieren allerdings nicht automatisch. Vielmehr muss das Gesundheitsministerium feststellen, dass die Grenzwerte unterschritten wurden. Das wird dann im Amtsblatt des Saarlandes bekannt gemacht.

Samstage zählen als Werktage

Während bei einer Verschärfung der Corona-Regeln die Werte der Wochentage maßgeblich sind, zählen bei möglichen Lockerungen nur Werktage. Das "Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" legt fest:

Unterschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt […] an fünf aufeinander folgenden Werktagen die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100, so treten am übernächsten Tag die Maßnahmen […] außer Kraft. Sonn- und Feiertage unterbrechen nicht die Zählung der […] maßgeblichen Tage.

Zu den Werktagen zählen alle Wochentage außer Sonn- und Feiertage. Der Samstag gilt also als Werktag. Die Zählung geht nach Sonn- und Feiertagen weiter. Wurde ein Inzidenzwert also bis Sonntag drei Mal in Folge unterschritten, ist der Montag der vierte Tag in der Zählung.


Hinweis der Redaktion vom 6.5.2021 - 15:00 Uhr: Wir hatten zunächst berichtet, dass im Regionalverband bei gleichbleibender Tendenz ab Dienstag auch die Geschäfte öffnen können. Das ist allerdings frühestens Mittwoch der Fall.

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