Nachbildung der Justitia neben einem Aktenstapel (Foto: dpa Bildfunk)

Prozess um Raserunfall auf der A8 bei Contwig

Axel Wagner   29.07.2019 | 15:58 Uhr

Wegen eines mutmaßlichen Straßenrennens stehen seit Montag zwei 31 Jahre alte Männer in Zweibrücken erneut vor Gericht. Sie waren im Mai 2018 auf der A8 bei Contwig in ein Stauende gerast.

Die aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz stammenden Männer waren auf der A8 in Richtung Pirmasens unterwegs. Da sie zu schnell fuhren und nicht mehr ausweichen konnten, stießen sie zunächst gegeneinander und fuhren dann in mehrere Autos hinein. Nach Angaben eines Gerichtssprechers waren sie zuvor mit mindestens 150 Stundenkilometer unterwegs. Andere Autofahrer konnten ebenfalls nicht mehr rechtzeitig bremsen. Den Vorwurf, ein Straßenrennen gefahren zu sein, weisen sie beiden Angeklagten zurück.

Vier Verletzte, 150.000 Euro Schaden

Bei dem Unfall wurden vier Menschen verletzt, unter anderem an Hüfte oder Schulterblatt. Nach Polizeiangaben entstand außerdem ein Schaden von mindestens 150.000 Euro.

Das Amtsgericht Zweibrücken hatte die beiden Fahrer wegen des Straßenrennens im April bereits zu je sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem sollten sie ihre Führerscheine bis Ende des Jahres abgeben. Allerdings hatten sowohl die Angeklagten als auch die Staatsanwaltschaft dagegen Berufung eingelegt. Daher ist der erste Richterspruch nicht rechtskräftig. Ein Urteil wird für den 6. August erwartet.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 29.07.2019 berichtet.

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