Die neu eröffnete Wilhelm-Heinrich-Brücke (Foto: SR/Patrick Wiermer)

WHB offenbar nicht barrierefrei

Steffani Balle   21.11.2018 | 12:33 Uhr

Die Wilhelm-Heinrich–Brücke in Saarbrücken ist für mehr als acht Millionen Euro saniert worden. Bis zur Fertigstellung gab es immer wieder Staus, Umleitungen und Sperrungen. Nun ist die Brücke wieder offen, aber offenbar nicht barrierefrei – kritisiert die Behindertenbeauftragte der Stadt.

Dunja Fuhrmann hat nachgemessen: Die Bordsteine in der Mitte der sanierten Brücke sind bis zu sieben Zentimeter hoch. Das sei ein unüberwindbares Hindernis für Menschen, die beispielsweise auf einen Rollator angewiesen sind, so die Behindertenbeauftragte. Sie betont, für Eltern mit Kinder-Buggy oder Gehbehinderte in Elektrorollstühlen mit kleinen Rädern sei der Höhenunterschied zumindest ein Ärgernis.

Barrierefrei ist anders! Kritik an der neuen Wilhelm-Heinrich-Brücke
Audio [SR 3, (c) Steffani Balle, 21.11.2018, Länge: 03:10 Min.]
Barrierefrei ist anders! Kritik an der neuen Wilhelm-Heinrich-Brücke

Baudezernent wehrt sich

Nach Aussage des Saarbrücker Baudezernenten Heiko Lukas können die seitlichen Übergänge der Brücke nicht anders gestaltet werden. Die von der Behindertenbeauftragten angesprochenen  Übergänge dürften nicht geändert werden, sonst gefährde man die Gesamtkonstruktion der Brücke. Lukas sagte weiter, überall dort, wo es möglich war, seien die Übergänge barrierefrei angelegt worden, für Menschen mit Gehbehinderung und Blinde.

Der Baudezernent hat angeboten, in einem noch nicht terminierten Gespräch gemeinsam eine Lösung zu suchen, wie mit dem Status Quo umzugehen ist.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten vom 21.11.2018 berichtet.

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