Unfall Berus mit  einem Todesopfer und einem Schwerverletzten (Foto: Presse- und Bilderdienst Rolf Ruppenthal)

Raser geht in Berufung

Axel Burmeister / Mit Informationen von Florian Mayer   12.07.2017 | 14:58 Uhr

Im Prozess um einen 23-Jährigen, der bei einem Verkehrsunfall in Berus ein Mädchen getötet und einen Jugendlichen schwer verletzt hatte, will der Beschuldigte jetzt in Berufung gehen. Er war vom Amtsgericht Saarlouis unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Mit der Berufung soll nach Angaben des Anwalts kein Freispruch erreicht werden. Es gehe darum, ein Strafmaß zu erwirken, das noch im Rahmen der Bewährung liege – also bis maximal zwei Jahre Freiheitsstrafe. Das teilte der Anwalt dem SR mit.

Das Amtsgericht Saarlouis hatte sich bei seinem Urteil auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes in einem ähnlichen Fall in Köln und aufgrund des Verhaltens des Beschuldigten nach dem tödlichen Unfall bei Berus im August 2016 deutlich gegen eine Bewährungsstrafe entschieden.

Beschuldigter wollte Auto zurück

Den Ermittlungen zufolge war der Fahrer im August vergangenen Jahres viel zu schnell in eine Kurve gefahren und hatte dabei ein Mädchen getötet und einen jungen Mann schwer verletzt. Im Laufe des Prozesses hatte der 23-Jährige sein Auto zunächst zurückverlangt, dann aber erklärt, er wolle doch darauf verzichten. Sein Opel Zafira war zu einem Rennwagen umgearbeitet worden.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 12.07.2017 berichtet.

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