Hand mit Aidsschleife (Foto: dpa)

Kaum Änderungen bei Zahl der HIV-Neuinfektionen

Steffani Ballle / Onlinefassung: Markus Person   23.07.2018 | 07:21 Uhr

Im Jahr 2016 haben sich im Saarland 30 Personen mit dem HI-Virus infiziert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist die Zahl der Neuinfektionen seit etwa zehn Jahren nahezu identisch.

Immer noch gibt es Diskriminierung beim Thema "HIV und Aids"
Audio [SR 3, Steffani Balle, 23.07.2018, Länge: 03:02 Min.]
Immer noch gibt es Diskriminierung beim Thema "HIV und Aids"

Laut Ministerium steckten sich 25 Männer und fünf Frauen mit dem Virus an. Weiterhin seien schwule Männer mit häufig wechselndem Sex-Partner die gefährdetste Gruppe, Frauen infizierten sich am häufigsten bei bisexuellen Geschlechtspartnern. Im Jahr 2016 waren im Saarland fünf Personen an den Folgen einer HIV-Infektion gestorben.

Vor dem Hintergrund der 22.Welt-Aids-Konferenz, die seit Montag in Amsterdam stattfindet, weist die Aids-Hilfe Saar darauf hin, dass HIV-Patienten, die mit Medikamenten behandelt werden, nicht ansteckend sind. Das sei den meisten Menschen nicht bewusst. Die Lebenserwartung HIV-Infizierter sei unter Medikamenten gleich hoch wie im Durchschnitt aller Saarländer.

Video [aktueller bericht, 23.07.2018, ab Min. 17:09]
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Warnung vor gefährlicher Trägheit
37 Millionen HIV-Infizierte weltweit, viele Neuinfektionen in Osteuropa: Experten warnen davor, im Kampf gegen Aids nachzulassen. Was zu tun ist, darüber berät die Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 23.07.2018 berichtet.

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