Ein Staatsanwalt sitzt hinter einem großen Aktenstapel (Foto: dpa/Wolfram Kastl)

57-Jähriger wegen Mordversuchs angeklagt

  03.04.2019 | 11:13 Uhr

Weil er versucht haben soll, seine pflegebedürftige Ehefrau umzubringen, hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken gegen einen 57-Jährigen Anklage wegen heimtückischen Mordversuchs erhoben. Der mutmaßliche Täter hat sich bisher nicht zu der Tat geäußert.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Mann im Februar versucht haben, seine 63-jährige Ehefrau mithilfe einer Glasflasche zu ermorden. Er habe sie in ihrem Zimmer in einem Pflegeheim in Rehlingen-Siersburg mit ihrem Rollstuhl zwischen Möbeln eingeklemmt und ihr anschließend eine Glasflasche auf dem Kopf zerschlagen. Danach habe er mit der zerbrochenen auf sie eingestochen.

Angeklagter schweigt zu Vorwürfen

Nur eine Zeugin hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft verhindert, dass der Angeklagte sein Vorhaben umsetzen konnte. Die Frau erlitt eine blutende Kopfwunde und eine Verletzung am Hals. Der Zeugin gegenüber habe der 57-Jährige gesagt, er habe seine Frau von ihrem Leiden erlösen wollen.

Der Angeklagte schweigt bisher zu den Vorwürfen. Laut Staatsanwaltschaft hat er nach der Tat mehrmals versucht, sich das Leben zu nehmen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 03.04.2019 berichtet.

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