Ein Mann hält eine Schleife in der Hand. (Foto: picture alliance / Arne Dedert/dpa)

790 Menschen im Saarland leben mit HIV

  01.12.2019 | 12:48 Uhr

Im Saarland leben derzeit geschätzt 790 Menschen mit HIV. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums erhalten 740 davon eine Therapie. Im vergangenen Jahr gingen die Schätzungen von rund 850 Menschen mit dem HI-Virus aus. Die Zahl der Neuinfektionen liegt laut Gesundheitsministerium bei 25.

Durch eine rechtzeitige Diagnose und eine entsprechende Behandlung sei ein langes und normales Leben trotz des HI-Virus möglich, so das Gesundheitsministerium. Eine Übertragung auf andere Menschen sei unter einer wirksamen Therapie nicht mehr möglich.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann ruft anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember die Menschen im Saarland dazu auf, Diskriminierung und Ausgrenzung entgegenzuwirken. Ein vorurteilsfreier Umgang mit HIV-positiven Menschen sei wichtig. Die Ausgrenzung und die Angst davor seien für die Betroffenen oft belastender als die gesundheitlichen Folgen der Infektion.

In Luxemburg weniger Neuinfizierungen

In Luxemburg leben derzeit nach einem Bericht der Zeitung „Luxemburger Wort“ 1176 Menschen mit dem HI-Virus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist die Anzahl der Neuinfizierungen rückläufig.

Demnach gab es zwar 86 neue Diagnosen, davon gelten aber nur 40 als HIV-Neuinfizierungen. Bei den restlichen handele es sich um Betroffene, die das Virus schon länger in sich tragen.

Mehr heterosexuelle und weniger homosexuelle Menschen hätten sich mit dem HI-Virus neu infiziert. Die Werte für Dezember flossen in die Statistik noch nicht ein.

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