Synagoge Saarbrücken (Foto: SR)

Saarbrücker Synagoge vor 70 Jahren eingeweiht

Lena Schmidtke   14.01.2021 | 07:07 Uhr

Heute vor 70 Jahren wurde die Saarbrücker Synagoge am Beethovenplatz eingeweiht. Sie war die einzige von ehemals 23 Synagogen im Saarland, die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde.

Synagogengemeinde Saar feiert 70. Jubiläum
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 14.01.2021, Länge: 03:03 Min.]
Synagogengemeinde Saar feiert 70. Jubiläum

40 Gemeindemitglieder haben die Saarbrücker Synagoge mit finanzieller Hilfe der französischen und saarländischen Regierung wieder aufgebaut – nahe der von den Nationalsozialisten 1938 niedergebrannten alten Synagoge in der Futterstraße. Zwischen 1948 und 1950 wurde die neue Synagoge nach Plänen des Architekten Heinrich Sievers errichtet. Am 14. Januar 1951 wurde sie schließlich eingeweiht, als deutschlandweit zweite Synagoge nach dem Zweiten Weltkrieg.

Noch immer Anfeindungen

In der 70-jährigen Geschichte der Synagoge sind die Sicherheitsmaßnahmen die wohl größte Änderung: Ähnlich einer Flughafenschleuse gibt es heute Detektoren, Wachpersonal, Sicherheitskameras. Ein notwendiges Übel, sagt die Gemeindevorsitzende Ricarda Kunger.

Die Saarbrücker Synagoge

Immer wieder gebe es verbale Übergriffe auf die Gemeinde Mitglieder, körperliche Attacken habe es bislang aber nicht gegeben. Trotz allem wolle sich die Synagogengemeinde offen zeigen, auch für Nicht-Gemeinde-Mitglieder, so Kunger. Regelmäßig finden in der Synagoge unter anderem Konzerte und Lesungen statt.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau vom 14.01.2021 berichtet.

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