Saarbahnhaltestelle in Lebach (Foto: SR)

Fünf Jahre Saarbahnstrecke nach Lebach

Stephan Deppen / Onlinefassung: Sandra Schick   05.10.2019 | 08:54 Uhr

Vor fünf Jahren, am 5. Oktober 2014, wurde in Lebach groß gefeiert: Die Saarbahn fuhr offiziell in Lebach ein. 13 Jahre später als ursprünglich geplant. Das tat der Freude über den Abschluss des Projektes Saarbahn aber keinen Abbruch.

Bilanz nach fünf Jahren Saarbahn für Lebach
Audio [SR 3, (c) SR, 05.10.2019, Länge: 01:06 Min.]
Bilanz nach fünf Jahren Saarbahn für Lebach

Die ursprünglichen Pläne sahen vor, dass die Saarbahn ab 2001 bis nach Lebach fahren sollte. Doch diese Planung war von Anfang an Utopie. Die erste Saarbahn wurde 1997 zwischen Saargemünd und Saarbrücken-Ludwigstraße auf die Schiene gesetzt. Nach jahrelangen Querelen um den weiteren Ausbau und nachdem der Problemfall Riegelsberg geschafft war, konnte der letzte Abschnitt zwischen Heusweiler und Lebach immerhin im Zeitplan gebaut werden.

Bahn ist langsamer als der Bus

Lebach und Saargemünd als Startpunkt beziehungsweise Endpunkt der Linie waren Bestimmungsfaktoren für die Millionenzuschüsse aus Berlin. Die Bahn sollte grenzüberschreitend sein und eine Anbindung des ländlichen Raumes schaffen. Lebach hat die Saarbahn immer gewollt - jetzt, da sie fährt, fällt das Urteil aber gespalten aus. Das gesamte Bahnhofsumfeld hat städtebaulich deutlich von der Saarbahn profitiert. Zwischen 800.000 und 900.000 Fahrgäste nutzen pro Jahr die Köllertalstrecke. Aber: Die direkte Anbindung an Saarbrücken hat die Umsätze in Lebach nicht steigen lassen, sagt der hiesige Gewerbeverein. Ein großer Nachteil sei auch, dass die Bahn mit knapp einer Stunde Fahrzeit gegenüber der früheren Busverbindung viel zu lange brauche.

Über dieses Thema hat auch die SR3-Rundschau vom 05.10.2019 berichtet.

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