Logo Nationalpark Hunsrück-Hochwald (Foto: dpa)

Fünf Jahre Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Dietmar Schellin   23.05.2020 | 13:26 Uhr

Vor fünf Jahren wurde der Nationalpark Hunsrück-Hochwald eröffnet. Damit wollten das Saarland und Rheinland-Pfalz ihren Beitrag zu mehr biologischer Vielfalt leisten. Eine Bilanz.

Der Hunsrück wurde nicht zum Nationalpark, weil er so natürlich ist: im Gegenteil. Über die letzten 250 Jahre wurde der Hunsrück entwässert und mit Fichten bestockt. Es brauchte zwei Monsterstürme wie Wiebke und Vivian, Anfang der 90er Jahre, um zu begreifen: der Mensch ist das Problem.

Video [aktueller bericht am Samstag, 23.05.2020, Länge: 4:10 Min.]
Fünf Jahre Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Kommentar: Fünf Jahre Nationalpark Hunsrück-Hochwald
Audio [SR 3, Dietmar Schellin, 23.05.2020, Länge: 03:01 Min.]
Kommentar: Fünf Jahre Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Inzwischen ist Schluss mit den Fichtenanpflanzungen. Heute stehen mächtige graue tote Fichten im Wald. Bis sie umfallen, Feuchtigkeit speichern und Kleinstlebewesen ernähren. Die Nationalparkmacher greifen möglichst wenig in die Natur ein. Damit die Wildschweine im Nationalpark nicht zu viele werden, wird der Bestand „reguliert“, also geschossen. Dafür veranstaltet der Nationalpark Treibjagden.

Wanderwege werden zurückgebaut

Sechs besondere Wanderwege, sogenannte "Traumschleifen", streifen den Nationalpark. 300 Kilometer an Wegen durchziehen den Park. Das ist eigentlich zu viel für die Natur. Deshalb soll ein Drittel der Wege zurückgebaut werden. Touristisch sind Nationalpark und Umland wenig erschlossen. Vor kurzem wurde eine Nationalpark-App vorgestellt. Allerdings: Auf der Tour hat man keinen Handyempfang.

Und auch fünf Jahre nach der Eröffnung wartet man weiter auf ein Tor am Eingang des Nationalparks mit Toiletten und einem Kiosk. Das ist zwar seit langem geplant, aber noch ist kein Spatenstich erfolgt.

Über dieses Thema hat auch die Region am Mittag am 23.05.2020 berichtet.

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