Abtransport der getöteten Soldaten in Landsweiler (Foto: imago / Ferdi Hartung)

Soldatenmord von Lebach jährt sich zum 50. Mal

Jonathan Janoschka   20.01.2019 | 11:58 Uhr

Am Sonntag jährte sich der "Soldatenmord von Lebach" zum 50. Mal. Beim Überfall zweier bewaffneter Männer auf ein Munitionsdepot in Landsweiler waren 1969 vier Soldaten getötet und ein weiterer schwer verletzt worden.

Video [aktueller bericht, 21.01.2019, Länge: 2:57 Min.]
50 Jahre nach Soldatenmord von Lebach

Die Tat erschütterte die Bundesrepublik und fand auch im Ausland mediale Beachtung. Das Entsetzen war groß, auch weil zunächst kein Motiv zu erkennen war. Die Polizei setzte eine 85-köpfige Ermittlungsgruppe ein, die aber lange im Dunkeln tappte. Auch in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY - ungelöst" wurde nach den Tätern gefahndet.

Ein Hinweis einer Wahrsagerin brachte die Polizei auf die Spur der beiden Täter und ihres Komplizen aus Landau. Mit den in Lebach geraubten Waffen planten sie Entführungen und Erpressungen, um sich ein Leben in der Südsee zu finanzieren. Die beiden Haupttäter wurden zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt, ihr Mittäter wegen Beihilfe zum Mord zu sechs Jahren Gefängnis.

Am Montag ist in der Graf-Haeseler-Kaserne in Lebach für die Opfer des Soldatenmords eine Gedenkveranstaltung geplant.

SR 3-Feature zum Soldatenmord

Feature
Der Fehler des Dr. Sardo
Fünf Wachsoldaten des Fallschirmjäger-Bataillons in Lebach wurden mitten im Frieden überfallen – vier von ihnen starben. Die Tat ging als „der Soldatenmord von Lebach“ in die Geschichte der Bundesrepublik ein. Vor 50 Jahren, im Januar 1969, erschütterte dieser Mord die gesamte deutsche Bevölkerung. Das Feature am Sonntag auf SR 3-Saarlandwelle. Im Anschluss auch als Podcast abrufbar.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 20.01.2019 berichtet.

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