Eine bunte Blumenwiese (Foto: Imago/Rech)

Wildblumen-Offensive in St. Wendel

  11.07.2021 | 10:15 Uhr

Mehr als 33.000 Quadratmeter neue Blühflächen sollen in St. Wendel in diesem Jahr entstehen. Dafür hat die Kreisstadt in den vergangenen Wochen an unterschiedlichen Orten heimische Wildblumenmischungen ausgesät. Ziel der Aktion ist es, die Artenvielfalt zu fördern.

Auf der Mott, beidseitig des Panoramawegs, in zahlreichen Verkehrskreiseln, am Sportzentrum und auf vielen weiteren Flächen in der St. Wendeler Innenstadt und den Ortsteilen haben Mitarbeiter der Kreisstadt in den vergangenen Wochen heimische Wildblumen ausgesät. "Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung unserer Natur", sagt der St. Wendeler Bürgermeister Peter Klär (CDU). "Es geht darum unsere Pflanzen- und Tierarten zu schützen und das Bewusstsein für unsere heimische Umwelt zu stärken."

Regionales Saatgut für Artenvielfalt

Die Wildblumenmischungen für die Blühflächen bestehen aus regionalem Saatgut. Sie enthalten etwa verschiedene Gräser, Blühpflanzen und Wildkräuter, die ein- oder mehrjährig blühen. Damit soll ein idealer Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten geschaffen werden. Welche Tier- und Pflanzenarten auf den jeweiligen Blühflächen zu finden sind, erfahren Besucherinnen und Besucher über Informationstafeln.

Außerdem will die Kreisstadt auf diesem Weg dem Insektensterben entgegen wirken. Dass es immer weniger Insekten gibt, bedroht auch andere Tierarten. Denn für viele dienen sie als Nahrungsgrundlage. Ein zusätzliches Problem: Wenn Insekten fehlen, werden Pflanzen nicht mehr ausreichend bestäubt, sodass auch Pflanzen und Früchte als Nahrungsquelle wegfallen.

Verzicht auf Rasenmähen

Auch die Bürgerinnen und Bürger können etwas für den Artenschutz tun. Die Kreisstadt St. Wendel empfiehlt etwa, auch mal mehrere Monate auf das Rasenmähen im Garten zu verzichten. In der Kernstadt und in den Ortsteilen will die Stadt selbst bereits vorhandene Wiesenflächen deshalb nur noch maximal dreimal im Jahr mähen. Entlang von Feldwegen soll einmal im Jahr gemäht werden. "Jeder kann seinen Beitrag leisten", so Klär. "Wir als Kreisstadt St. Wendel wollen dabei mit gutem Beispiel vorangehen."

Der NABU Saarland rät ebenfalls dazu, Gärten möglichst naturbelassen zu lassen. Auch kleinere ungeordnete Ecken können helfen, dass sich Tiere im Garten wohlfühlen.

Ratgeber

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja