Eine Ärztin hält ein Abstrichstäbchen im Plasikröhrchen in den Händen, nachdem sie einen Abstrich entnommen hat. (Foto: dpa/Felix Kästle)

27 Kontaktpersonen in Quarantäne

Thomas Gerber   04.06.2020 | 18:36 Uhr

Nach dem Corona-Verdachtsfall im Saarbrücker Wohnungslosenmilieu sind inzwischen 27 Kontaktpersonen in Quarantäne. Eine 47-jährige Frau war vergangene Woche nach ihrer Einlieferung in die Sonnenberg-Klinik positiv getestet worden.

Wie der Regionalverband auf SR-Anfrage mitteilt, konnten inzwischen 31 Personen ermittelt werden, die mit der 47-jährigen Frau in der fraglichen Zeit Kontakt hatten. Vier von ihnen fielen jedoch unter die sogenannte Kategorie 2. Für sie sei aufgrund der geringeren Ansteckungsgefahr keine Quarantäne angeordnet worden. Keiner der 31 Betroffenen ist nach Angaben des Regionalverbands derzeit akut erkrankt.

Auch die 47-Jährige war bisher symptomfrei. Die Frau war am Donnerstag vergangener Woche in alkoholisiertem Zustand von der Polizei in die SHG Klinik auf dem Sonnenberg eingeliefert worden. Am anderen Tag war sie zunächst entlassen worden, bevor das Ergebnis eines routinemäßigen Coronatests vorgelegen hatte.

Zahlreiche Kontaktpersonen in Quarantäne

Nachdem der Test positiv ausgefallen war, hatte die Polizei sie suchen müssen und schließlich aufgegriffen. Die Aufnahmestation der Psychiatrie war wegen des Vorfalls vorübergehend unter Quarantäne gestellt worden.

Zehn Patienten, die bei der Erst-Aufnahme der 47-Jährigen mit ihr in Kontakt gekommen waren, befinden sich ebenso in Quarantäne wie sechs Polizeibeamte, die die Frau mehrfach zum Sonnenberg gebracht hatten. Die restlichen elf unter die Quarantäneanordnung fallenden Personen stammen aus dem privaten Umfeld der 47-Jährigen.

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