Das Blaulicht eines Polizeiwagens (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Motiv für Messerattacke in Saarbrücken weiter unklar

mit Informationen von Thomas Gerber   15.04.2019 | 16:04 Uhr

Am späten Sonntagabend ist auf dem Saarbrücker Rotenbühl ein 23-jähriger Mann erstochen worden. Die Polizei nahm einen 22-jährigen Tatverdächtigen noch am gleichen Abend fest. Gegen ihn wurde inzwischen Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Der Mann schweigt bislang zu den Vorwürfen.

Der 22-jährige Tatverdächtige soll sein Opfer bereits seit längerem gekannt haben. Beide hatten auf dem Rotenbühl im gleichen Mehrfamilienhaus gewohnt. Dort hatten Nachbarn das Opfer am Sonntag kurz vor 22 Uhr blutüberströmt aufgefunden. Versuche, den 23-Jährigen zu reanimieren, scheiterten.

Blutspuren an der Kleidung

Kollegengespräch: "Die Messerstiche waren offenbar gezielt in den Oberkörper gerichtet"
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 15.04.2019, Länge: 01:53 Min.]
Kollegengespräch: "Die Messerstiche waren offenbar gezielt in den Oberkörper gerichtet"

Der mutmaßliche Täter begab sich nach der Tat offenbar nach Malstatt. Dort soll er bei einem Bekannten geklingelt und auch ihn bedroht haben. Der Mann sah den 22-Jährigen blutverschmiert und mit einem Messer in der Hand vor seiner Tür stehen, verbarrikadierte sich und rief die Polizei.

Die konnte den 22-Jährigen dann kurz darauf in der Nähe festnehmen. Die Blutspuren an seiner Kleidung könnten von seinem Opfer stammen. Zudem konnte ein Messer sichergestellt werden, bei dem es sich möglicherweise um die Tatwaffe handelt. Der 22-Jährige sitzt inzwischen im Gefängnis.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 15.04.2019 berichtet.

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