Zwei Bundespolizisten gehen auf dem Bahnhof auf Streife (Foto: dpa/Uli Deck)

Zu wenige Bundespolizisten fürs Saarland?

Patrick Wiermer   01.03.2019 | 12:57 Uhr

In Koblenz sind am Freitag 102 neue Bundespolizisten vereidigt worden. 15 von ihnen werden ihren Dienst in der saarländischen Direktion in Bexbach antreten. In den Augen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist das allerdings viel zu wenig.

Neue Bundespolizisten: "Tropfen auf den heißen Stein"
Audio [SR 3, Interview: Nadine Thielen / Werner Berger, 01.03.2019, Länge: 02:54 Min.]
Neue Bundespolizisten: "Tropfen auf den heißen Stein"

Es sei ein Tropfen auf den heißen Stein, sagt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei im Saarland, Werner Berger, im Interview mit dem SR. 15 neue Kollegen seien zu wenig, um die Abgänge derjenigen, die in den Ruhestand gehen, auszugleichen. Zudem seien noch bis Ende 2019 saarländische Bundespolizisten an der bayerisch-österreichischen Grenze abgeordnet.

Die Bundespolizisten im Saarland arbeiteten derzeit "im roten Bereich". Das gehe auf Kosten der Gesundheit. Berger fordert bis zu 30 Neueinstellungen im Saarland, damit der Dienst ordnungsgemäß funktioniere.

Verzögerungen beim Umzug nach Saarbrücken

Kritisch sieht der Gewerkschaftler auch die Verzögerungen beim geplanten Umzug der Bundespolizei von Bexbach an den Hauptbahnhof Saarbrücken. Die Verhandlungen mit dem Eigentümer erwiesen sich als zäh. Es sei fraglich, ob der Umzug bis Ende dieses Jahres überhaupt umzusetzen sei.

Über dieses Thema hat auch die Rundschau am 01.03.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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