Afghanische Flüchtlinge kommen am Flughafen an. (Foto: IMAGO / Xinhua / Francisco Canedo)

Weitere Plätze für Orts·kräfte aus Afghanistan

  26.08.2021 | 15:30 Uhr

Das Saarland ist bereit, weitere Orts·kräfte aus Afghanistan aufzunehmen. In der Landes·aufnahme·stelle in Lebach und in Braunshausen gibt es noch freie Plätze.

Außerdem gibt es in den Kommunen noch gut 70 freie Wohnungen. Das Saarland sagt: Bei den Orts·kräften handelt es sich um Kriegs·flüchtlinge. Deswegen sind wir verpflichtet, sie zu schützen. Orts·kräfte sind Menschen, die die Bundes·wehr in den vergangenen Jahren in Afghanistan unter·stützt haben. Zum Beispiel: Übersetzer, Fahrer und Köche.

Im Juli waren schon 19 Afghanen ins Saarland gekommen.

Für die Orts·kräfte ist es in Afghanistan im Moment sehr gefährlich. Sie haben Angst, dass sie von den Taliban getötet werden. Die Taliban sagen nämlich: Die Orts·kräfte sind Ver·räter.

Deutschland versucht deshalb, viele Orts·kräfte mit ihren Familien in Flug·zeugen nach Deutschland zu fliegen.


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Bundes·wehr

Zur Bundes·wehr gehören alle deutschen Soldaten und die Verwaltung. Die Bundes·wehr hat 3 Bereiche:

  • das Heer, das auf dem Land kämpft
  • die Luft·waffe
  • die Marine mit ihren Schiffen

Zuständig für die Bundes·wehr ist der Verteidigungs·minister.

Landes·aufnahme·stelle

Die Landes·aufnahme·stelle für das Saarland ist in Lebach. Alle Flüchtlinge, die ins Saarland kommen, müssen sich in der Landes·aufnahme·stelle anmelden. Viele Flüchtlinge wohnen auch dort. Viele Hilfs·organisationen kümmern sich in Lebach um die Flüchtlinge.

Kommune

Kommune ist ein anderes Wort für eine Stadt oder eine Gemeinde. Im Saarland gibt es 52 Kommunen.

Taliban

Die Taliban sind eine Gruppe von Kämpfern. Sie sind Islamisten. Das heißt, sie wollen Regeln nach dem strengen Islam durchsetzen. Als sie in Afghanistan regiert hatten (1996-2001), durften Mädchen nicht zur Schule gehen.

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