Mesut Özil bei der WM 2018 (Foto: picture alliance/Federico Gambarini/dpa/dpa-Bildfunk)

Kritik am Umgang mit Özil

  26.07.2018 | 16:22 Uhr

Der Fußballer Mesut Özil will nicht mehr in der deutschen National·mannschaft spielen. Özil fühlt sich sehr unfair behandelt. Der Saarländische Fußball·verband gibt ihm teilweise recht.

Özil hatte vor der Fußball-WM Fotos mit dem Präsidenten der Türkei, Erdogan, gemacht. Dafür bekam er in Deutschland sehr viel Kritik. Die Kritiker sagen: Das war falsch von Özil. Präsident Erdogan ist aus unserer Sicht kein guter Präsident. Er hat Deutschland beschimpft. Menschen, die gegen Erdogan sind, schickt er ins Gefängnis.

Doch Özil wurde nicht nur fair kritisiert. Im Internet haben viele Menschen Özil beleidigt und beschimpft. Özil sagt: Ich wurde beschimpft, weil ich aus der Türkei stamme. Ich wurde als Ausländer beleidigt. Das ist Rassimus. Die Verantwortlichen beim Deutschen Fußball·bund (DFB) haben mich davor nicht in Schutz genommen. Auch sie haben sich rassistisch verhalten. Deshalb werde ich nicht mehr für Deutschland spielen.

Der Chef des Saarländischen Fußball·verbandes, Zöhler, gibt Özil in einem Punkt recht. Zöhler sagt: Der DFB muss eingreifen, wenn es im Internet soviele Hass·kommentare gibt. Das ist nicht passiert. Das war falsch.

Der Chef vom DFB Grindel sagt: Ich bin kein Rassist und auch sonst gibt es beim DFB keine Rassisten. Grindel bedauert aber auch, dass er Özil vor rassistischen Kommentaren nicht besser geschützt hat.

Nachrichten anhören

Kritik am Umgang mit Özil
Audio [SR.de, (c) SR, 26.07.2018, Länge: 02:03 Min.]
Kritik am Umgang mit Özil


Wörterbuch

National·mannschaft

Zu einer National·mannschaft gehören die besten Sportler eines Landes. Eine National·mannschaft gibt es in vielen Sport·arten. Zum Beispiel im Fußball. Die Fußball-National·mannschaft tritt bei großen Turnieren an. Dazu gehören zum Beispiel die Europa·meisterschaft und die Welt·meisterschaft. Der Bundes·trainer sucht aus, wer zur National·mannschaft gehört.


Rassismus

Wenn man Menschen zum Beispiel wegen ihrer Religion, Hautfarbe, ihres Geschlechts oder ihrer Sexualität ablehnt, ist das rassistisch. Rassisten behaupten, dass diese Menschen weniger wert sind als andere und deshalb auch weniger Rechte haben sollen. In Deutschland ist Rassismus verboten. Im Gesetz steht: Niemand darf wegen seiner Abstammung, Rasse oder Herkunft benachteiligt werden.


Umfrage

Wir möchten unsere Nachrichten in einfacher Sprache weiter verbessern. Dafür brauchen wir Ihre Meinung.

Persönliche Daten
Frage 1: Warum nutzen Sie die Nachrichten in einfacher Sprache?
Frage 2: Sind Sie zufrieden mit dem Angebot der Nachrichten in einfacher Sprache?
Frage 3: Hören Sie sich die Nachrichten in einfacher Sprache auch an?
Frage 4: Was gefällt Ihnen gut an den Nachrichten in einfacher Sprache?
Frage 5: Was gefällt Ihnen weniger gut an den Nachrichten in einfacher Sprache?
Frage 6: Was können wir für Sie noch verbessern bei den Nachrichten in einfacher Sprache?
Leider ist beim Senden der Nachricht ein Fehler aufgetreten, bitte versuchen Sie es noch einmal.
Vielen Dank für deine Nachricht, sie wurde erfolgreich gesendet.

Artikel mit anderen teilen