Prozessauftakt im Fall Samuel Yeboah (Foto: BeckerBredel)

Fall Yeboah nach 30 Jahren vor Gericht

 

In Koblenz hat am Mittwoch (16. November) ein wichtiger Prozess begonnen. Dabei geht es um ein Feuer in einem Flüchtlings·heim in Saarlouis vor 30 Jahren. Bei dem Feuer ist der Asyl·bewerber Samuel Yeboah gestorben.

Samuel Yeboah ist vor 30 Jahren aus dem Land Ghana nach Deutschland gekommen. Das Land Ghana ist in Afrika. Im Saarland hat Samuel Yeboah in einem Flüchtlings·heim in Saarlouis gewohnt. Jemand hat das Flüchtlings·heim in Saarlouis angezündet. Bei dem Feuer ist Samuel Yeboah gestorben. 20 andere Menschen wurden verletzt.

Sehr lange hat die Polizei nicht heraus·gefunden, wer das Feuer gelegt hat. Vor zwei Jahren haben Ermittler neue Hinweise untersucht. Sie haben einen 50-jährigen Mann aus Saarlouis verhaftet. Der Mann heißt Peter S. Er soll vor 30 Jahren einer rechts·extremen Gruppe angehört haben. Er soll das Feuer in dem Flüchtlings·heim gelegt haben.

Der Vorwurf gegen den Mann lautet auf Mord und Mordversuch. In dem Prozess müssen die Richter prüfen, ob Peter S. das Feuer gelegt hat. Der Anwalt von Peter S. hat vor Gericht gesagt: Mein Mandant ist unschuldig. Er hat das Feuer nicht gelegt. Es gibt Hinweise auf andere Täter. Der Prozess dauert vermutlich bis Februar 2023.


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Fall Yeboah nach 30 Jahren vor Gericht
Audio [SR.de, (c) SR, 17.11.2022, Länge: 01:51 Min.]
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Asyl / Asylantrag / Asyl·bewerber

Länder können Menschen Asyl geben. Das bedeutet: Die Menschen dürfen in diesem Land leben. Flüchtlinge suchen oft Asyl, weil sie in ihrem Land verfolgt werden oder Krieg ist. Wenn Flüchtlinge in Deutschland Asyl beantragen, müssen sie oft sehr lange auf eine Antwort warten. In dieser Zeit nennt man die Flüchtlinge Asyl·bewerber.

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