Grabstein von Samuel Yeboah (Foto: SR)

Neue Ermittlungen im Fall Samuel Yeboah

  13.08.2020 | 16:15 Uhr

Vor 30 Jahren ist Samuel Yeboah aus Ghana bei einem Anschlag auf eine Unterkunft für Asylbewerber in Saarlouis getötet worden. Damals konnte die Polizei keinen Täter finden. Jetzt gibt es wieder Mord-Ermittlungen.

Heute geht die Polizei davon aus, dass die Täter Rechts·extremisten und Rassisten waren. Die Polizei sagt: Dafür gibt es jetzt neue Hinweise. Deshalb wird wieder ermittelt.

Die Polizei hat auch eine Arbeits·gruppe eingerichtet. Sie soll klären, ob die Polizisten damals Fehler gemacht haben. Dabei geht es zum Beispiel um die Frage: Warum hat die Polizei nicht damals schon wegen einer rechts·extremen Tat ermittelt?

Am 19. September 1991 wurde der damals 27 Jahre alte Samuel Yeboah bei dem Anschlag getötet. Zwei weitere Menschen wurden verletzt.

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Audio [SR.de, (c) SR, 13.08.2020, Länge: 01:16 Min.]
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rechts·extrem

Rechts·extreme wollen, dass nicht alle Menschen die gleichen Rechte haben. Sie denken zum Beispiel, dass Deutsche besser sind als Ausländer. Oder sie denken, Christen sind besser als Juden oder Muslime. Manche Rechts·extreme sind gewalttätig. Sie greifen zum Beispiel Ausländer oder Menschen mit Behinderung an.


Rassismus

Wenn man Menschen zum Beispiel wegen ihrer Religion, Hautfarbe, ihres Geschlechts oder ihrer Sexualität ablehnt, ist das rassistisch. Rassisten behaupten, dass diese Menschen weniger wert sind als andere und deshalb auch weniger Rechte haben sollen. In Deutschland ist Rassismus verboten. Im Gesetz steht: Niemand darf wegen seiner Abstammung, Rasse oder Herkunft benachteiligt werden.


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