Die Initiative Seebrücke Saar demonstriert in Lebach für die Abschaffung des Lebacher Flüchtlingslagers (Foto: IMAGO / BeckerBredel)

Demo gegen Anker·zentrum

  28.10.2021 | 16:30 Uhr

In der Stadt Lebach haben am Samstag (23. Oktober) 80 Menschen gegen das Anker·zentrum demonstriert. Sie sagen: Den Geflüchteten dort geht es schlecht. Die Demonstranten sind deshalb mit großen Schildern durch Lebach gelaufen. Sie sagen auch: Das Anker·zentrum für Geflüchtete muss geschlossen werden.

1-Tausend Menschen leben im Moment in dem Anker·zentrum in Lebach. Viele Geflüchtete sind schon länger als 3 Jahre dort.

Die Menschen bei der Demonstration sagen: Die Situation in dem Anker·zentrum ist schlecht. Sie sagen auch: Die Geflüchteten werden kontrolliert. Sie haben keinen Raum für sich. Die Menschen bei der Demonstration wollen deshalb, dass die Geflüchteten in eigenen Wohnungen leben dürfen.

Die Menschen bei der Demo sind auch gegen Abschiebungen. Die Menschen bei der Demo sagen: Jeder soll in Deutschland bleiben dürfen – egal aus welchem Land er oder sie kommt.

Die Gruppe Seebrücke Saar hat die Demonstration in Lebach organisiert. Die Gruppe hilft Geflüchteten und unter·stützt sie bei ihren Rechten.


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Audio [SR.de, (c) SR, 28.10.2021, Länge: 01:00 Min.]
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Anker·zentrum

Alle Flüchtlinge, die ins Saarland kommen, müssen sich im sogenannten Anker·zentrum in Lebach melden. Dort werden Asyl·anträge bearbeitet. Das Wort "Anker" ist eine Abkürzung. "Anker" steht für "An(kunft), k(ommunale Verteilung), E(ntscheidung) und R(ückführung)". Früher hieß das Anker·zentrum Landes·aufnahme·stelle.

Landes·aufnahme·stelle

Die Landes·aufnahme·stelle für das Saarland ist in Lebach. Alle Flüchtlinge, die ins Saarland kommen, müssen sich in der Landes·aufnahme·stelle anmelden. Viele Flüchtlinge wohnen auch dort. Viele Hilfs·organisationen kümmern sich in Lebach um die Flüchtlinge.

Abschiebungen/abgeschoben

Ein Aus·länder wird abgeschoben, wenn er nicht mehr in Deutschland leben darf. Das heißt, er muss wieder in sein Heimat·land oder in ein anderes Land zurück. Ist in dem Heimat·land Krieg, darf der Aus·länder nicht abgeschoben werden. Wenn der Ausländer vorher aber schon in einem anderen Land in Europa gemeldet wurde, muss er dorthin zurückgehen.

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