Altpapier-Mülltonne (Foto: dpa/Carsten Rehder)

Weniger Abfall in saarländischen Haushalten

Florian Possinger   21.06.2022 | 18:24 Uhr

In den saarländischen Haushalten sind im vergangenen Jahr rund 2500 Tonnen weniger Müll angefallen als noch im Jahr 2020. Das geht aus der neuesten Abfallbilanz hervor, die der Entsorgungsverband Saar (EVS) vorgestellt hat.

Die Saarländerinnen und Saarländer haben im vergangenen Jahr weniger Müll produziert. Grund dafür ist laut Geschäftsführung des Entsorgungsverbands Saar die veränderte Coronasituation. 2021 habe es weniger Menschen im Home-Office gegeben und viele hätten bereits im ersten Coronajahr ihre Häuser entrümpelt.

Noch Probleme bei Biomüll

Dementsprechend sei die Gesamtmenge des Hausmülls von etwa 141.000 Tonnen auf 139.000 Tonnen Abfall gesunken. Pro Kopf gerechnet ist das immerhin fast ein Drittel Müll weniger als noch vor zehn Jahren. Allerdings müsse der Hausmüll noch weiter reduziert werden. Laut EVS spiele dabei die Biotonne die größte Rolle. Noch immer würde zu viel Biogut über den Restmüll entsorgt.

In Sachen Wertstoffhof erzielt das neue Gebührensystem offenbar den gewünschten Effekt. Die kostenpflichtigen Anlieferungen seien im ersten Quartal um über 20 Prozent zurückgegangen, während sich die Nachfrage nach der kostenlosen Abholung von Sperrmüll verdoppelt habe.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 21.06.22 berichtet.

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