Thomas Lutze (die Linke) - in der Sendung Bundestagswahl 2017 - Das Saarland hat gewählt (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Lutze für neues Förderprogramm

Markus Person   25.06.2019 | 10:36 Uhr

Anlässlich des Stellenabbaus beim Autobauer Ford in Saarlouis hat der saarländische Linken-Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze für das Saarland ein Förderprogramm für neue Insdustriearbeitsplätze gefordert. Nach dem Ende des Steinkohlebergbaus sei die Suche nach Ersatzindustrien jahrzehntelang zu kurz gekommen.

Mit Blick auf den Autobauer Ford weist Linken-Politiker Lutze darauf hin, dass dies nur der Beginn einer für den Arbeitsmarkt fatalen Entwicklung sein werde. Er betonte, die Landesregierung habe seit Jahrzehnten einzig auf die Schwerindustrie und die Automobilbranche gesetzt. Spätestens nach dem Ende des Steinkohlebergbaus hätte die Suche nach adäquaten Ersatzindustrien begonnen werden müsse.

Lutze sagte SR.de, die künftige Ansiedlung des CISPA-Helmholtz-Zentrums in Saarbrücken sei zwar ein richtiger Schritt und ein Erfolg für das Land. Allerdings würden hier hauptsächlich Arbeitsplätze entstehen, die mit auswertigen Experten besetzt würden. Für bestehende Jobs wie bei ZF oder anderen Automobilzulieferern gebe es dagegen keinen Ersatz.

Förderung "normaler" Industrie

Aus diesem Grund schlage er ein Förderprogramm für „normale“ Industriearbeitsplätze vor. Als Beispiele nennt Lutze Unternehmen, die Produkte für die Schieneninfrastruktur herstellen oder auch im Firmen im Bereich erneuerbarer Energien. Nur wenn die Produktion von Konsumgütern wieder im Inland stattfinde, gebe es künftig auch ausreichend vergleichbare Tätigkeiten für die Industriearbeiter im Land.

Die Landesregierung fordert Lutze auf, dafür Fördergelder der EU und des Bundes zu bündeln und selbst eigene Förderprogramm aufzulegen.

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