Ein Beamter sitzt für eine Telefonüberwachung mit Kopfhörern vor einem Computer in einem Büro. (Foto: dpa/Christian Charisius)

Weniger Anschlüsse im Saarland überwacht

  22.01.2020 | 15:13 Uhr

Im Saarland sind 2018 weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht worden als im Jahr davor. Am häufigsten ging es um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 105 Telefon- und Internetanschlüsse überwacht, teilte das Bundesamt für Justiz am Mittwoch mit. 2017 waren es noch 80 Verfahren gewesen – das entspricht einem Rückgang von knapp 18 Prozent.

Die häufigsten Verstöße

In 71 Fällen ging es nach Angaben des Bundesamtes um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. So wurden zur Aufklärung von Straftaten gegen die persönliche Freiheit sieben Anschlüsse überwacht, wegen mutmaßlichen Bandendiebstahls waren es sechs Fälle. Raub und Erpressungen standen in fünf Fällen im Fokus der Ermittler, Mord und Totschlag in einem.

Bundesweit ordneten Gerichte 2018 in rund 5100 Verfahren die Überwachung von Festnetz-, Mobilfunk- und Internetanschlüssen an. Dies sei ein Rückgang um 9,3 Prozent.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.01.2020 berichtet.

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