Sperrung des Parkplatzes am Jägersburger Weiher (Foto: SR/Sebastian Knöbber)

Ausgangsbeschränkungen auch am Maifeiertag

Herbert Mangold/ Onlinefassung: Elisa Teichmann   01.05.2020 | 09:21 Uhr

Die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote gelten auch am Maifeiertag. Maifeiern oder Maitouren wird es daher in diesem Jahr nicht geben. Mehr als 100 Polizisten sind am Freitag zusätzlich im Einsatz, um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Die Parkplätze vieler Ausflugsziele sind gesperrt.

Der Bostalsee ist normalerweise ein Hotspot für Wanderer, gerade am Maifeiertag. In Coronazeiten ist das anders: "Es wird nicht möglich sein, die üblichen Traditions- und Brauchtumsveranstaltungen durchzuführen", sagt Andreas Veit, Bürgermeister von Nohfelden. "Man darf sich zwar nach der Verordnung an der frischen Luft bewegen, aber eine Maitour ist eben kein Spaziergang an der frischen Luft." Die Parkplätze rund um den Bostalsee bleiben auch noch bis Montag gesperrt.

Erhöhte Polizeipräsenz an Ausflugszielen

Die Kommunen im Saarland haben dazu aufgerufen, am Maifeiertag trotz gelockerter Ausgangsbeschränkungen die Abstandsregeln einzuhalten. In Saarbrücken werden Parkplätze an Ausflugszielen gesperrt. Betroffen sind die Parkflächen am Deutsch-Französischen Garten und rund um den Staden. Die Stadt teilte mit, auswärtige Gäste sollen auf einen Besuch der Landeshauptstadt verzichten.

In St. Ingbert ist die Wiese, Grillhütte und Rastanlage sowie die Zufahrt zum Glashütter-Weiher am 1. Mai gesperrt. Zudem hat die Stadt angekündigt, dass die Orts- und Landespolizei im Bereich des Weihers vor Ort kontrollieren wird. Auch in Homburg will die Polizei und das Ordnungsamt verstärkt Präsenz zeigen. Die Beamten wollen die Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregeln kontrollieren.

Corona-Regelungen an Hexennacht
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 30.04.2020, Länge: 02:34 Min.]
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Verstöße werden mit bis zu 2000 Euro bestraft

Im ganzen Saarland sind über 100 Polizisten zusätzlich im Einsatz. Hans-Jürgen Kugel von der Polizeiinspektion Nordsaarland: "Wir sind in einem landesweiten Einsatz, der in verschiedenen Untergruppierungen abgebildet ist, unterwegs. Hier im Nordsaarland werden wir auch mit Kräften der Bereitschaftspolizei an beiden Tagen unterwegs sein."

Die örtliche Polizei sowie die Bundespolizei kontrollieren auch teilweise die Bahnhöfe, damit Gruppen erst gar nicht losfahren. Verstöße gegen die Verbote können teuer werden. Hans-Jürgen Kugel erläutert: "Der Bußgeldkatalog, der von den Bußgeldbehörden vollstreckt wird, beginnt dann bei zweihundert Euro, je nach Verstoß. Es wird dann gestaffelt und geht bis zu 2000 Euro und kann auch in einer Straftat enden, je nachdem, welcher Verstoß es ist oder ob er andauernd sein wird."

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht am 30.04.2020 berichtet.

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