Ministerpräsident Tobias Hans mit Mundschutz (Foto: SR/Felix Schneider)

Hans kritisiert Corona-Pläne in Thüringen

  24.05.2020 | 17:53 Uhr

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat die geplante Aufhebung der Corona-Regeln ab 6. Juni in Thüringen kritisiert. Die Corona-Pandemie sei noch nicht überwunden.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) betonte in der Zeitung "Welt", die Aufgabe der Politik sei es nicht, Sehnsüchte zu stillen - auch wenn diese nachvollziehbar seien. Die Corona-Pandemie sei noch nicht vorbei. Um sie durchzustehen, müsse weiter nüchtern und verantwortungsvoll abgewägt werden.

Perspektiven bieten

Gleichzeitig sprach sich Hans aber dafür aus, den Bürgern Perspektiven zu bieten, etwa bei der Kita-Betreuung oder der möglichen Freizeitgestaltung. Der saarländische Ministerpräsident setzt nach eigenen Worten stark auf die Nachverfolgung von Infektionsketten und auf ein regelmäßiges Testen besonders gefährdeter Gruppen.

Weg von Verboten

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will die allgemeinen Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland aufheben. Als Grund nannte er am Wochenende die niedrige Zahl der Infektionen in Thüringen.

Er wolle dem Kabinett Vorschläge unterbreiten, wie Thüringen ab dem 6. Juni auf allgemeine Schutzvorschriften verzichten könne und hin zu einem Konzept des Empfehlens und der lokalen Covid-19-Bekämpfung bei wieder ansteigenden Infektionszahlen komme. Das Motto solle nach Ramelow lauten: "Von Ver- zu Geboten, von staatlichem Zwang hin zu selbstverantwortetem Maßhalten."

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 24.05.2020 berichtet.

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